Vielleicht habe ich eure Neugier geweckt...?!
Ich hoffe sehr, denn ansonsten kann man diesen Blog als eine Art Selbsttherapie betrachten ;)
Ich verweile oft in den Gedanken an die vielen Eindrücke und Erlebnisse...
Nachdem ich nun zwei Monate durch Asien reise, muss ich gestehen ich habe mich verliebt!
Ich liebe das Essen, das asiatische Zeitgefühl - welches gegen Null strebt und eigentlich nicht existiert, die Herzenswärme, Landschaft und vor allem die Begegnung mit den Menschen - ihrer Kultur - ihrer Geschichte und ihr Leben.
Ich habe unglaublich viele tolle Menschen kennenlernen dürfen und ihre Geschichte zerreißt mir manchmal das Herz.
Ich möchte Euch zwei besondere Menschen aus Siem Reap vorstellen, vor denen ich großen Respekt habe und sehr dankbar bin, dass ich sie kennenlernen durfte...
Ich buchte mein Busticket nach SR am Donnerstagabend.
An meinem letzten Abend in Phnom Penh lernte ich zwei Finnen kennen, die ebenfalls zu den Tempelstädten aufbrechen wollten.
Ich zog am zweiten Tag mal wieder um und buchte das selbe Hostel wie Antti und Lauri, mit denen ich drei wundervolle Tage in Siem Reap verbrachte!
An unserem zweiten gemeinsamen Tag saßen wir etwas zerstreut in einem Restaurant und wussten nicht so recht was der Tag mit uns vor hat...
In Laos gab mir Ayla eine Emailadresse von einem Tuk Tuk Fahrer aus SR und ich beschloss ihn zu entscheiden mit was der Tag uns bereichern darf...
Ich bekam folgende Antwort:
"Hello Christin, I am so happy to bring you to all places that you want. Please call to me if it is possible and tell me your address. I will pick up at your stay. thank you very much, and I hope you kindly give me a job. see you
Kind love and thank, Sophanna."
Ich fragte kurzer Hand die Bedienung, ob er Sophanna für mich anrufen könnte und es dauerte nicht lange bis er vor der Bar erschien...
Er brachte uns zuerst zu einem kleinen Dorf am See und Kambodscha zeigte uns sein wahres Gesicht.
Auf dem Rückweg beschlossen wir in einer Bar einzukehren, die einem "hammock heaven" ähnelte...
Wir chillten in der Hängematte und genossen den Blick auf den See.
Ich unterhielt mich angeregt mit Sophanna und er erzählte mir seine Geschichte:
Sophanna ist 27 Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf nähe Phnom Penh.
Er hat seine Eltern verloren als er 15 Jahre alt war.
Sie starben unter dem Regime der Khmer Rouge, die mit großer Grausamkeit einen Massenmord am eigenen Volk anrichtete...
Er lebte von dort an bei seiner Tante, die ihm ermöglichte die Schule zu besuchen, sodass er die Highschool absolvieren konnte.
Für ein Studium reichte das Geld nicht. Er blieb somit in seinem Dorf - auf der Suche nach einem Job... Vergebens.
Jedoch strahlte er, denn er fand dort sein größtes Glück, Shoa - seine große Liebe...
Shoas Eltern schenkten ihnen einen Roller zur ihrer Hochzeit, um ihm die Möglichkeit zu geben arbeiten zu können.
Somit zogen sie vor 5 Monaten nach Siem Reap, auf der Suche nach einem Job, um irgendwann in ihr geliebtes Heimatdorf zurück zu kehren...
Soohannas Frau ist 19 Jahre alt und hat bis vor kurzem in einem Shop gearbeitet, in dem sie 70 Dollar im Monat verdient hat.
Nun ist sie im zweiten Monat schwanger und leider die meiste Zeit zu krank um zu arbeiten.
Nun heißt es für Sophanna das Geld für seine Familie allein zu verdienen...
Die Miete kostet 20 Dollar für seine Einzimmerwohnung, er muss aber auch die Versicherungen bezahlen und die Miete für den Tuk Tuk Wagen.
Von ca. 100 Dollar im Monat, die er sich hart erarbeitet, bleiben 20 Dollar fürs Leben.
Er ist neu in der Stadt und der Business ist hart.
Sein Motorroller ist alt und die Straßen schlecht, sodass er oft Sorge hat sein einziges Kapital im Schlagloch zu verlieren.
Er hat tränen in den Augen.
Wir setzten unsere Tour zum War Museum fort.
Die Fahrt war geprägt von hügeligen Straßen, Hütten am Fluss, in denen Großfamilien auf 10qm zusammenleben, huppenden Reisebussen, die zu den Tempelstädten pilgern und bunten Märkten.
Wir sahen Kinder auf ihren Fahrrädern stolz eine tote Schlange hochhalten, Frauen, die sich gegenseitig Läuse und Ungeziefer aus den Haaren rupften, Mensch und Tier ihr Geschäft im Fluss vollrichten und beobachten gespannt das Chaos im Straßenverkehr...
Als wir das Museum erreichten, begrüßte uns Chom sehr herzlich und fragte, ob er uns für eine kleine Spende herumführen dürfte...
Chom ist mit 14 in den Krieg gezogen.
Nun ist er auf einem Auge blind, verlor ein Bein und hat mehrere Splitter von Minen in seinen Körper.
Er nahm meine Hand und ich fühlte einen Splitter unter seinem Knie...
Er zeigte uns die verschiedenen Panzer, Waffen und Minen.
Zu jeder Waffe hatte er seine eigene Geschichte.
Viele Freunde starben in den Panzern, nicht durch einen Angriff, sondern durch die Hitze.
Oft waren über 60 Grad im Panzer...
Sein bester Freund starb beim "angeln".
"Wir sahen die Männer Handgranaten nutzen um zu fischen.
Wir wollten das auch.
Also klauten wir welche aus einem Zelt.
Wir waren noch Kinder und ich wusste nicht so recht wie sie funktionieren...
Mein Freund erzählte mir, er hätte es schon öfters gesehen...
Wir gingen zum Fluss hinunter...
Ich hielt Abstand, drehte mich um und wartete gespannt bis der Knall erklang.
Als ich zurück blickte realisierte ich, dass mein Freund den Zünder hinfort geworfen und die Granate in seiner Hand behalten hat.
Er war überall auf den Boden zerstreut."
Ich durfte der Geschichte eines Soldaten lauschen, deren Familie ausgerottet wurde, seine Freunde im Krieg verlor und nun versucht sein Leben neu - jedoch mit alten Geschichten und schmerzhaften Erinnerungen - zu erleben.
Kambodscha wurde ein tödliches Erbe hinterlassen.
Es lauern noch immer um die 5 Millionen Landminen am Wegesrand und in den Feldern.
Jeden Monat explodieren Minen.
5-6 Menschen sterben jeden Tag.
Jedes drittes Opfer ist ein Kind.
Chom schmunzelte und sagte nur vor einigen Jahren waren es noch weit mehr.
Er zeigte mir die Minen von denen er Splitter in sich trägt.
Ich konnte nichts sagen, fühlte nur tiefsten Respekt für diesen Mann, der trotz den Erlebnisse so viel Liebe und Optimismus in sich trägt.
Sophanna wartete draußen.
Wir brachten die Jungs zurück zum Hostel und fuhren zu zweit weiter zu Angkor Wat, da ich den Sonnenuntergang erleben wollte.
Ich saß auf einen der Tempel und blickte über Angkor Wat in den Horizont.
Die Sonne ging unter und mir stießen Tränen in die Augen...
Ich war dankbar für diesen Tag, der mir mal wieder ein Stück mehr aufzeigte, wie gut es uns geht.
Nachdem die Sonne verschwand, führte der beste Tuk Tuk Fahrer der Welt ;) uns zum Straßenmarkt aus, wo er sein Wochenende am liebsten verbringt.
Auf dem Weg dorthin sammelten wir Shoa ein.
Wir waren die einzigen "Weißen" weit und breit, teilten das Straßenfood zusammen auf einer Picknickdecke, lauschten der Musik und ich führte Frauensmaltalk mit Shoa.
Sie ist wunderschön und hat ein strahlendes Lächeln einer stolzen Mutter.
Es war ein toller Abend.
Ich fühlte mich gut nachdem wir Sophanna 20 Dollar für die Fahrt gaben und somit seine Monatsmiete bezahlten...
Er hatte ein prachtvolles Lächeln im Gesicht und bedankte sich, dass wir ihm für einen Tag einen Job gaben.
Die beiden sind ein tolles Paar und ich wünsche mir, dass sie eines Tages genug Geld haben, um in ihre Heimat zurück zu kehren und ihr Kind zu Schule gehen kann.
Kinder haben es sehr schwer in Kambodscha und die meisten arbeiten auf der Straße.
Verkaufen Postkarten, Armbänder, Bücher oder sich selbst.
Als ich die Grenze nach Thailand passierte, sah ich Plakate an Wänden:
"Respect our Children!
We are Children - no sex attractions!"
Mir fehlten die Worte...
Ich für meinen Teil habe das Land schätzen und lieben gelernt.
Bin dankbar die unterschiedlichsten Facetten in diesem Land gesehen zu haben und die Liebe und Herzlichkeit der Menschen zu spüren.
Es ist erstaunlich wie weit sich das Land entwickelt hat, wo der Krieg doch erst 12 Jahre vorbei ist.
Es ist der Anfang einer neuen und hoffentlich friedlichen Zeit.
Eine neue Generation wächst heran, die hoffentlich weniger Leid zu spüren bekommt und die Hoffnung auf ein besseres Leben in sich trägt.
Es ist eines der schönsten Länder Südostasiens und verbirgt prachtvolle Schätze, die auch ihr erkunden solltet.
12/07/2011
11/29/2011
Luke Skywalker and the story about H.P. Baxxter
Ich möcht Euch heut ein wenig deutsche Kultur aufs Auge drücken...
Zwei Wochen Vietnam liegen nun hinter mir...
Meine Reise in das unbekannte Land begann auf dem Flughafen in Vientiane, wo ich meinen Lonely Planet wälzte, während ich aufs Boarding wartete...
Eine Stimme neben mir erklang, die mich fragte wie mir das Tubing in Vang Vieng bekommen sei, nachdem ein kritischer Blick auf die Trophäen um mein Handgelenk fiel.
Luke und ich unterhielten uns ausgiebig über die Erlebnisse und Eindrücke in Laos und beschlossen Hanoi zu zweit unsicher zu machen.
Aus einem gemeinsamen Tag in Hanoi wurden 15 Tage gemeinsames Reisen...
Wir reisten von Hanoi, über Halong Bay nach Hué, weiter nach Hoi An, über Nha Trang und Mui Ne nach Saigon.
In einigen Städten verweilten wir ein paar Tage, andere besichtigten wir nur für ein paar Stunden und setzten die Reise mit dem Nachtbus fort...
Wir genossen Straßenbars - bei den Streetview eine neue Bedeutung bekam!
Aßen Froschschenkel und Taube...
( 1. yummy, 2. bäh!)
Übten uns in der Straßenüberquerung ohne Schweißausbrüche.
- Diese zogen relativ schnell von dannen, nachdem wir begriffen, dass man gaaaanz langsam die Straße überqueren muss, sodass Busse, Scooter und Co Slalom um einen herumfahren können und einen nicht übersehen... -
Probierten im sogenannten
"hard Sleep Bus" ein Nickerchen abzuhalten, fuhren mit " Easy Riders" auf gefälschten Harley Davidson mit, genossen die unglaubliche Vielfalt der asiatischen Küche und sogenannte f****n strong buckets in Saigon's Bars.
Ein großen Unterhaltungswert hatte das Erraten von Touristen und für das geschulte Neuseeländer Auge waren deutsche Touristen ein gefundenes Fressen...
Für mich war es gleichzusetzen mit dem Fremdschämen bei "Schwiegertochter gesucht" oder "Bauer sucht Frau"...
Luke war schockiert als ich ihm meine Nationalität offenbarte...
Ich trug überraschenderweise keine Socken in Sandalen, hatte keine Assimütze mit dem Schriftzug
"Hallo ich bin Tourist" auf dem Kopf und keine Nordic Walking Stöcke in der Hand....
Was stimmte mit mir nicht?!
Er dachte ich wäre Französin und die meisten Asiaten denken witzigerweise ich komme aus Australien...
- Soweit ist es schon gekommen, sogar Vietnamesen erkennen die Schande unserer Nation!
Aber das ist noch das kleinere Übel...
Wenn ich jemanden Frage was er über Deutschland weiß sind es folgende drei Schlagwörter:
Hitler - David Hasselhoff - Scooter
Na, seit ihr schon im Boden versunken?!
Auf diese Antwort hin, stießen mir blitzartig Gedanken in den Kopf, die ich in voller Leidenschaft mit Luke diskutierte:
Warum haben wir - nachdem wir den 1. Weltkrieg schon verloren haben - überhaupt noch nen zweiten angefangen?
Wer war zu erst da?!
Scooter oder DER Scooter?
Immerhin klingen beide gleich^^
Ist es das Trauma durch die deutsche Geschichte, das uns eine Affäre mit David beginnen lies und uns nun im Erdboden versinken lässt?!
Luke's Kommentar zum Flirt mit David war nur:
"Come on! Germans love this shit!"
Er bezeichnete mich von nun an liebevoll als " Scooter" und liebte es mir kritische Fragen über den Nationalsozialismus zu stellen oder mir die Karriere von Scooter bei Wikipedia vorzulesen ;)
Buddha sei Dank, dass ich jeden Tag eine Dose Selbstironie in die Luft versprühe, die ich mit Leichtigkeit inhaliere und mich stets zum Ponyhof schweben lässt...
Zugegebenermaßen haben die Diskussionen mein Interesse geweckt...
Was hat Deutschland dazu bewegt Silvester 1989 David Hasselhoff im Glitzerkostüm vorm Brandenburgertor "Looking for Freedom" zu trällern?!
Unsere Geschichte ist von Schandflecken geprägt...
Sehnten wir uns nach zwei verlorenen Weltkriegen und der Teilung Deutschlands im Kalten Krieg nach Liebe und Harmonie?
Suchten wir nach Halt und Geborgenheit, sodass wir uns aus purer Verzweiflung zu schnell zufrieden gaben?
Deutschland geriet zum Teenager und wir begonnen naiverweise eine Affäre mit dem erstbesten...
Hatten wir unsere Selbstachtung verloren, als wir in den 80igern mit Knight Rider, gefolgt von Mitch Buchannon in den 90 igern, unsere Hüften zu "Looking for freedom" zum Mauerfall kreisen ließen... ?!
Wir waren "Crazy in love"!
Die Welt glaubt wir sind es immer noch und zugegebenermaßen lieben wir die rotze irgendwie schon ;)
David betrinkt sich nun lieber...
Bestimmt versucht er dass Erlebte zu verdrängen...
Für mich verständlich, nachdem ich mir bei Youtube David mit "Stille Nacht, heilige Nacht" reingezogen habe...
Du ahnst es nicht!
Wikipedia sagt:
"the hoff" had a short-lived success as a singer in german speaking Europe."
Dirk Nowitzki sagt:
"It helps me to relax at the free throw line! You just try to relax - there are a lot of things going through your mind. I try to sing sometimes to kind to take the pressure off!" -smiling and laughing loud, he said the song was "looking for freedom" - a big hit when he was a kid!"
Danke Dirk, dass du die Gerüchteküche brodeln lässt!
Aber wir lernen nicht aus unsere leichtsinnigen Liebelei...
Ja, es kann noch peinlicher für uns werden, in dem wir Scooter 1993 Deutschland in eine Diskokugel voller Tiefsinnigkeit und Poetry verzaubern ließen...
Das Trio aus Genies schafft es stets ihre Songs in ein abstraktes Licht zu rücken und die hohe Kunst ihrer Songs in wilden Bässen zu verschleiern...
Habt ihr Euch mal mit den Lyrics beschäftigt?!
Ihr solltet es definitiv nicht missen, denn atemberaubende Erkenntnisse werden im Laserlicht sichtbar:
"It's not a bird, it's not a plane - it must be david who's on the train"
"Respect to the man in the ice cream van!"
"All right everybody, tie your shoes!"
- And my favorites!!! Obacht! -
"Got the power - take a shower!"
"Let us dance or fuck or both, for tomorrow we will be dead!"
"I want you back, so clean up the dish. By the way how much is the fish?!"
Nach Scooter folgte die Finanz - und Wirtschaftskrise.
Seit 2009 sind wir mit Merkel und Westerwelle bestraft, die schwarz gelben Unfug stiften...
Tokio Hotel verstrahlt das Ansehen der Deutschen weiterhin seit 2001 und zu guter letzt verrechnet man sich in der Eurokrise...
Der Wechselkurs bringt mich noch zum heulen...
Interessanterweise wird dieser Gedankengang durch Dupstep Beats "wheres my money?!" - Caspa Remix grad nochmal betont ;)
Ich reise durch den Monsum und frage mich ernsthaft:
Are we still looking for freedom?!
Zwei Wochen Vietnam liegen nun hinter mir...
Meine Reise in das unbekannte Land begann auf dem Flughafen in Vientiane, wo ich meinen Lonely Planet wälzte, während ich aufs Boarding wartete...
Eine Stimme neben mir erklang, die mich fragte wie mir das Tubing in Vang Vieng bekommen sei, nachdem ein kritischer Blick auf die Trophäen um mein Handgelenk fiel.
Luke und ich unterhielten uns ausgiebig über die Erlebnisse und Eindrücke in Laos und beschlossen Hanoi zu zweit unsicher zu machen.
Aus einem gemeinsamen Tag in Hanoi wurden 15 Tage gemeinsames Reisen...
Wir reisten von Hanoi, über Halong Bay nach Hué, weiter nach Hoi An, über Nha Trang und Mui Ne nach Saigon.
In einigen Städten verweilten wir ein paar Tage, andere besichtigten wir nur für ein paar Stunden und setzten die Reise mit dem Nachtbus fort...
Wir genossen Straßenbars - bei den Streetview eine neue Bedeutung bekam!
Aßen Froschschenkel und Taube...
( 1. yummy, 2. bäh!)
Übten uns in der Straßenüberquerung ohne Schweißausbrüche.
- Diese zogen relativ schnell von dannen, nachdem wir begriffen, dass man gaaaanz langsam die Straße überqueren muss, sodass Busse, Scooter und Co Slalom um einen herumfahren können und einen nicht übersehen... -
Probierten im sogenannten
"hard Sleep Bus" ein Nickerchen abzuhalten, fuhren mit " Easy Riders" auf gefälschten Harley Davidson mit, genossen die unglaubliche Vielfalt der asiatischen Küche und sogenannte f****n strong buckets in Saigon's Bars.
Ein großen Unterhaltungswert hatte das Erraten von Touristen und für das geschulte Neuseeländer Auge waren deutsche Touristen ein gefundenes Fressen...
Für mich war es gleichzusetzen mit dem Fremdschämen bei "Schwiegertochter gesucht" oder "Bauer sucht Frau"...
Luke war schockiert als ich ihm meine Nationalität offenbarte...
Ich trug überraschenderweise keine Socken in Sandalen, hatte keine Assimütze mit dem Schriftzug
"Hallo ich bin Tourist" auf dem Kopf und keine Nordic Walking Stöcke in der Hand....
Was stimmte mit mir nicht?!
Er dachte ich wäre Französin und die meisten Asiaten denken witzigerweise ich komme aus Australien...
- Soweit ist es schon gekommen, sogar Vietnamesen erkennen die Schande unserer Nation!
Aber das ist noch das kleinere Übel...
Wenn ich jemanden Frage was er über Deutschland weiß sind es folgende drei Schlagwörter:
Hitler - David Hasselhoff - Scooter
Na, seit ihr schon im Boden versunken?!
Auf diese Antwort hin, stießen mir blitzartig Gedanken in den Kopf, die ich in voller Leidenschaft mit Luke diskutierte:
Warum haben wir - nachdem wir den 1. Weltkrieg schon verloren haben - überhaupt noch nen zweiten angefangen?
Wer war zu erst da?!
Scooter oder DER Scooter?
Immerhin klingen beide gleich^^
Ist es das Trauma durch die deutsche Geschichte, das uns eine Affäre mit David beginnen lies und uns nun im Erdboden versinken lässt?!
Luke's Kommentar zum Flirt mit David war nur:
"Come on! Germans love this shit!"
Er bezeichnete mich von nun an liebevoll als " Scooter" und liebte es mir kritische Fragen über den Nationalsozialismus zu stellen oder mir die Karriere von Scooter bei Wikipedia vorzulesen ;)
Buddha sei Dank, dass ich jeden Tag eine Dose Selbstironie in die Luft versprühe, die ich mit Leichtigkeit inhaliere und mich stets zum Ponyhof schweben lässt...
Zugegebenermaßen haben die Diskussionen mein Interesse geweckt...
Was hat Deutschland dazu bewegt Silvester 1989 David Hasselhoff im Glitzerkostüm vorm Brandenburgertor "Looking for Freedom" zu trällern?!
Unsere Geschichte ist von Schandflecken geprägt...
Sehnten wir uns nach zwei verlorenen Weltkriegen und der Teilung Deutschlands im Kalten Krieg nach Liebe und Harmonie?
Suchten wir nach Halt und Geborgenheit, sodass wir uns aus purer Verzweiflung zu schnell zufrieden gaben?
Deutschland geriet zum Teenager und wir begonnen naiverweise eine Affäre mit dem erstbesten...
Hatten wir unsere Selbstachtung verloren, als wir in den 80igern mit Knight Rider, gefolgt von Mitch Buchannon in den 90 igern, unsere Hüften zu "Looking for freedom" zum Mauerfall kreisen ließen... ?!
Wir waren "Crazy in love"!
Die Welt glaubt wir sind es immer noch und zugegebenermaßen lieben wir die rotze irgendwie schon ;)
David betrinkt sich nun lieber...
Bestimmt versucht er dass Erlebte zu verdrängen...
Für mich verständlich, nachdem ich mir bei Youtube David mit "Stille Nacht, heilige Nacht" reingezogen habe...
Du ahnst es nicht!
Wikipedia sagt:
"the hoff" had a short-lived success as a singer in german speaking Europe."
Dirk Nowitzki sagt:
"It helps me to relax at the free throw line! You just try to relax - there are a lot of things going through your mind. I try to sing sometimes to kind to take the pressure off!" -smiling and laughing loud, he said the song was "looking for freedom" - a big hit when he was a kid!"
Danke Dirk, dass du die Gerüchteküche brodeln lässt!
Aber wir lernen nicht aus unsere leichtsinnigen Liebelei...
Ja, es kann noch peinlicher für uns werden, in dem wir Scooter 1993 Deutschland in eine Diskokugel voller Tiefsinnigkeit und Poetry verzaubern ließen...
Das Trio aus Genies schafft es stets ihre Songs in ein abstraktes Licht zu rücken und die hohe Kunst ihrer Songs in wilden Bässen zu verschleiern...
Habt ihr Euch mal mit den Lyrics beschäftigt?!
Ihr solltet es definitiv nicht missen, denn atemberaubende Erkenntnisse werden im Laserlicht sichtbar:
"It's not a bird, it's not a plane - it must be david who's on the train"
"Respect to the man in the ice cream van!"
"All right everybody, tie your shoes!"
- And my favorites!!! Obacht! -
"Got the power - take a shower!"
"Let us dance or fuck or both, for tomorrow we will be dead!"
"I want you back, so clean up the dish. By the way how much is the fish?!"
Nach Scooter folgte die Finanz - und Wirtschaftskrise.
Seit 2009 sind wir mit Merkel und Westerwelle bestraft, die schwarz gelben Unfug stiften...
Tokio Hotel verstrahlt das Ansehen der Deutschen weiterhin seit 2001 und zu guter letzt verrechnet man sich in der Eurokrise...
Der Wechselkurs bringt mich noch zum heulen...
Interessanterweise wird dieser Gedankengang durch Dupstep Beats "wheres my money?!" - Caspa Remix grad nochmal betont ;)
Ich reise durch den Monsum und frage mich ernsthaft:
Are we still looking for freedom?!
11/14/2011
Menschen - Bilder - Emotionen
Ich bin nun seit 6 Wochen in Indochina unterwegs....
Ich erforsche die Kultur, konnte ihre Gegensätze spüren, den Buddhismus in all seinen Alltagsformen erleben und dieser fremden Welt ein Stück näher sein...
Verstanden habe ich jedoch noch nicht viel. Vielleicht ist es auch zu abstrakt, wenn man von der westlichen Welt geprägt ist....
Die Thais haben stets ein Lächeln auf den Lippen und man kann nie erkennen, ob es ihnen gut oder schlecht geht.
Sie würden nie auf die Idee kommen ehrlich ihre Meinung zu sagen.
Es gehört sich nicht in der Öffentlichkeit zu weinen, zu fluchen oder gar zu streiten.
Der Schein der heilen Welt, wo pinke Ponys an deinem Luftschlösschen vorbeireiten, während du zuckerwatte schlürfst, wird jeden Tag aufrechterhalten...
Der Buddhismus bestimmt den Alltag. Hier glaubt man fest daran, dass das Schicksal dein Leben bestimmt.
Von Menschen mit Behinderungen und Bettlern glaubt man, sie wurden für ein vorheriges leben bestraft.
Niemand hat Mitleid mit ihnen.
Auch sie selbst glauben, dass sie bestraft wurden und versuchen so gut es geht ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen...
Man fährt ohne Helm Motorrad und kutschiert Babys und die ganze famile auf einem Roller - wenn man einen Unfall hat, war es eh vorher bestimmt und der Helm würde auch nichts mehr nützen...
In allen Tuk Tuk's hängen Abbilder von Buddha, der einem eine sichere fahrt bescheren soll.
Der Straßenverkehr ähnelt eine Art kabelsalat, in den ein außenstehender nicht mehr so recht weiß was genau vor sich geht, geschweige denn ein Anfang oder Ende in Sicht ist...
Es gibt keine richtigen verkehrsregeln,jedenfalls hält sich keiner dran....^^
Es ist eher ein Art kastensystem oder man könnte es auch mit Darwins "survival of the fittest" vergleichen...
Fußgänger haben schon mal gar keine Rechte, wenn du zu langsam bist - haste Pech bzw. liegst mit gebrochenen Rippen auf der Straße.
Zebrastreifen und Ampeln sind eher eine Art Straßendeko....
Renn! Ist das stichwort! Renn!
Nach den Fußgängern kommen die Rollerfaher - eine sehr eigene und meiner Meinung nach sehr lebensmütige Spezies.
Sie scharren sich wie Rudeltiere an den Ampeln und Versuchen gemeinsam stärker zu sein, sodass sie es schaffen die Kreuzung lebend zu überqueren.
Ein einsamer Rollerfahrer hat keine Chance im Abgasdschungel und ist leichtes fressen für die Arbeiterwelt.
Dies wäre dann die nächste Kaste:Lkws, Busse und vans
Sie werden respektiert, da sie arbeiten und mit ihren Abgasen nicht ohne grund ihr Land verpesten....
Ganz oben im System steht das Auto. Das Statussymbol in Asien.
Leute, die ein Auto haben sind Reich und werden mit hohen Respekt und Ansehen belohnt.
Sie haben grundsätzlich Vorfahrt ;)
Neben den Schicksalsschlägen, die jeden Tag Bässe versprühen, ist der Aberglaube ein weiteres Phänomen.
Überall findet man Opfergaben mit Räucherstäbchen verziert, die das Böse vertreiben sollen und man dankt den geistern für das gute im leben.
Es ist eine Investition fürs Leben. Man investiert mit den gaben weiterhin in seine eigene glücksaktie und hofft auf ein Wunder bzw. versucht den Börsencrash zu vermeiden....
Mir begegneten diese Rituale an vielen Ecken in Bangkok, in Tempeln und am Straßenrand in Dörfern, aber auch in Restaurants oder vor Häusern...
Zu spüren bekam ich das ganze am eigenem Leib, als ein buddhistischer Priester mich segnete.
Räucherstäbchen anzündete und mir Bänder von Frauen aus dem Dorf umgebunden wurden.
Während sie das taten, sagten sie so etwas wie: "heraus mit dem bösen!" "herein mit dem guten!"
die sätze wurden dreimal wiederholt und man muss das Band mindestens vier Tage tragen, darf es nur abreißen und nicht abschneiden.
Ich trage es noch heute...
Hat mich da etwa der Aberglaube am Schopf gepackt?!
Der eigene Status in der Gesellschaft ist sehr wichtig für Asiaten.
Anstatt Smaltalk im Taxi, wie wir ihn kennen, findet ein abtasten statt.
Dein Gegenüber versucht dich in die Gesellschaft einzuordnen...
Es beginnt mit dem Familienstand, geht weiter über Anzahl von Kindern bis hin zum Beruf bzw. Einkommen...
Männer ohne Frau und Kindern stehen ziemlich schlecht da...
Ich als Single ohne Job bin allerdings auch nicht die beste Wahl ;)
- Einsicht tut manchmal weh^^
Aber immerhin Stelle ich somit eine Basis dar - mit Potential...
Leider ist das auch mit ein Grund für den Sextourismus:
junge, wunderschöne Asiatinnen erhoffen sich eine Beziehung mit einem "weißen", um der Familie Reichtum und Ansehen zu verschaffen.
Es ist ekelhaft die typischen Pornobrillenträger mit Bierplauze und einem Durchschnittsalter von ü50 mit ca. 16-25 Jährigen Asiatinnen zu sehen... Manchmal leider noch jünger...
Dann tritt hier noch das Phänomen "Ladyboys" auf.
Ich habe mich oft gefragt warum es hier so viele gibt - einfach nur weil es überrascht, dass es toleriert und akzeptiert wird.
Ein Englischlehrer einer sehr angesehenen Schule in Bangkok berichtete mir dann, dass es die Eltern seien...
In asiatischen Ländern ist es erwünscht nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen zu bekommen.
Wenn dies nicht selbst durchs Naturwunder geschieht, stopfen die Eltern ihre Jungen in Mädchenkleidung und tuen so als wäre niemals ein Junge gezeugt worden.
Ich glaube zwar viele von ihnen sind es freiwillig und auch glücklich.
Aber es ist populär und in den Schulen zu erkennen...Denn 6 jährige entscheiden nun nicht grad von selbst lieber das Prinzessinnenkostüm anzuziehen, anstatt Cowboy zu spielen...
Es ist schwer über die verschieden Verhaltensweisen zu Urteilen.
Was allerdings ein Fakt ist über den man wenig Diskutieren kann, ist die Korruption in den Ländern...
Locals verkaufen Drogen im Auftrag der Polizei an Touristen.
Die Polizei unternimmt Verkehrskontrollen, in denen sie dich rauszieht wenn du ohne Helm Roller fährst. Man muss dann ca. 5 Euro zahlen und bekommt eine Bescheinigung, sodass man 24 Stunden "legal" ohne Helm fahren kann. Dabei geht es außerdem nur um den Fahrer - Beifahrer benötigen keinen Helm^^
Wenn man sich mit Locals streitet, drohen sie mit der Polizei und jeder weiß: Man wird sein Reisepass los sein und viel Geld zahlen müssen um ihn wieder zu bekommen...
Manchmal unterstützen Polizisten Preisverhandlungen für Touren, sodass man keine Chance hat einen realistischen, fairen Preis zu erlangen.
Bars bezahlen viel Geld, damit sie "ohne Ärger" Joints und Pilze verkaufen können, die in der Speisekarte unter Happy Shake oder Happy Pizza zu finden sind...
Dieses Zusammenspiel von Locals und der Polizei findet in Thailand und Laos statt...
Allerdings empfinde ich die Menschen in Thailand als freundlicher und hilfsbereiter...
Zwar gibt es überall Bösewichte, allerdings habe ich in Laos davon mehr zu spüren bekommen...
Ich fühle mich in Laos nicht so sicher wie in Thailand....
Beispielsweise bunkere ich meine Wertgegenstände im Schlafsack im Nachtbus und schlafe auf meinem Rucksack....
Die Notwendigkeit sah ich in Thailand nicht...
Wir wurden von Tuk Tuk Fahrern nachem Tubing in Vang Vieng bedroht, die uns vorwarfen nicht gezahlt zu haben. Einige von ihnen hatten Metallstangen und drohten unsere Jungs zu verprügeln.
Wir Mädels versuchten im Hahnenkampf den Streit zu schlichten und bekamen zur Antwort, wenn wir nicht sofort die Kerle wegschaffen, rufen sie die Polizei...
Es war beängstigend!
Die Thais versuchen einen zwar auch zu bescheißen, aber auf eine sehr liebenswerte Art.
Die Laoten sind mürrisch und stur und wirken oft sehr unfreundlich.
Natürlich gibt's hier auch viele tolle Menschen in Laos!
Aber es ist wichtig sich nicht beirren zu lassen und stets die arlarmglocken auf standby zu lassen...
In Thailand habe ich mich mit vielen Locals unterhalten und konnte ihre Kultur kennenlernen und erfragen.
In Laos ist es schwer mit Locals ins Gespräch zu kommen und auf beiden Seiten herrscht großes Misstrauen...
Nun bin ich gespannt auf Vietnam und Kambodscha...
... Die Reise durch eine fremde Welt geht weiter...mir gefällst!
Ich erforsche die Kultur, konnte ihre Gegensätze spüren, den Buddhismus in all seinen Alltagsformen erleben und dieser fremden Welt ein Stück näher sein...
Verstanden habe ich jedoch noch nicht viel. Vielleicht ist es auch zu abstrakt, wenn man von der westlichen Welt geprägt ist....
Die Thais haben stets ein Lächeln auf den Lippen und man kann nie erkennen, ob es ihnen gut oder schlecht geht.
Sie würden nie auf die Idee kommen ehrlich ihre Meinung zu sagen.
Es gehört sich nicht in der Öffentlichkeit zu weinen, zu fluchen oder gar zu streiten.
Der Schein der heilen Welt, wo pinke Ponys an deinem Luftschlösschen vorbeireiten, während du zuckerwatte schlürfst, wird jeden Tag aufrechterhalten...
Der Buddhismus bestimmt den Alltag. Hier glaubt man fest daran, dass das Schicksal dein Leben bestimmt.
Von Menschen mit Behinderungen und Bettlern glaubt man, sie wurden für ein vorheriges leben bestraft.
Niemand hat Mitleid mit ihnen.
Auch sie selbst glauben, dass sie bestraft wurden und versuchen so gut es geht ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen...
Man fährt ohne Helm Motorrad und kutschiert Babys und die ganze famile auf einem Roller - wenn man einen Unfall hat, war es eh vorher bestimmt und der Helm würde auch nichts mehr nützen...
In allen Tuk Tuk's hängen Abbilder von Buddha, der einem eine sichere fahrt bescheren soll.
Der Straßenverkehr ähnelt eine Art kabelsalat, in den ein außenstehender nicht mehr so recht weiß was genau vor sich geht, geschweige denn ein Anfang oder Ende in Sicht ist...
Es gibt keine richtigen verkehrsregeln,jedenfalls hält sich keiner dran....^^
Es ist eher ein Art kastensystem oder man könnte es auch mit Darwins "survival of the fittest" vergleichen...
Fußgänger haben schon mal gar keine Rechte, wenn du zu langsam bist - haste Pech bzw. liegst mit gebrochenen Rippen auf der Straße.
Zebrastreifen und Ampeln sind eher eine Art Straßendeko....
Renn! Ist das stichwort! Renn!
Nach den Fußgängern kommen die Rollerfaher - eine sehr eigene und meiner Meinung nach sehr lebensmütige Spezies.
Sie scharren sich wie Rudeltiere an den Ampeln und Versuchen gemeinsam stärker zu sein, sodass sie es schaffen die Kreuzung lebend zu überqueren.
Ein einsamer Rollerfahrer hat keine Chance im Abgasdschungel und ist leichtes fressen für die Arbeiterwelt.
Dies wäre dann die nächste Kaste:Lkws, Busse und vans
Sie werden respektiert, da sie arbeiten und mit ihren Abgasen nicht ohne grund ihr Land verpesten....
Ganz oben im System steht das Auto. Das Statussymbol in Asien.
Leute, die ein Auto haben sind Reich und werden mit hohen Respekt und Ansehen belohnt.
Sie haben grundsätzlich Vorfahrt ;)
Neben den Schicksalsschlägen, die jeden Tag Bässe versprühen, ist der Aberglaube ein weiteres Phänomen.
Überall findet man Opfergaben mit Räucherstäbchen verziert, die das Böse vertreiben sollen und man dankt den geistern für das gute im leben.
Es ist eine Investition fürs Leben. Man investiert mit den gaben weiterhin in seine eigene glücksaktie und hofft auf ein Wunder bzw. versucht den Börsencrash zu vermeiden....
Mir begegneten diese Rituale an vielen Ecken in Bangkok, in Tempeln und am Straßenrand in Dörfern, aber auch in Restaurants oder vor Häusern...
Zu spüren bekam ich das ganze am eigenem Leib, als ein buddhistischer Priester mich segnete.
Räucherstäbchen anzündete und mir Bänder von Frauen aus dem Dorf umgebunden wurden.
Während sie das taten, sagten sie so etwas wie: "heraus mit dem bösen!" "herein mit dem guten!"
die sätze wurden dreimal wiederholt und man muss das Band mindestens vier Tage tragen, darf es nur abreißen und nicht abschneiden.
Ich trage es noch heute...
Hat mich da etwa der Aberglaube am Schopf gepackt?!
Der eigene Status in der Gesellschaft ist sehr wichtig für Asiaten.
Anstatt Smaltalk im Taxi, wie wir ihn kennen, findet ein abtasten statt.
Dein Gegenüber versucht dich in die Gesellschaft einzuordnen...
Es beginnt mit dem Familienstand, geht weiter über Anzahl von Kindern bis hin zum Beruf bzw. Einkommen...
Männer ohne Frau und Kindern stehen ziemlich schlecht da...
Ich als Single ohne Job bin allerdings auch nicht die beste Wahl ;)
- Einsicht tut manchmal weh^^
Aber immerhin Stelle ich somit eine Basis dar - mit Potential...
Leider ist das auch mit ein Grund für den Sextourismus:
junge, wunderschöne Asiatinnen erhoffen sich eine Beziehung mit einem "weißen", um der Familie Reichtum und Ansehen zu verschaffen.
Es ist ekelhaft die typischen Pornobrillenträger mit Bierplauze und einem Durchschnittsalter von ü50 mit ca. 16-25 Jährigen Asiatinnen zu sehen... Manchmal leider noch jünger...
Dann tritt hier noch das Phänomen "Ladyboys" auf.
Ich habe mich oft gefragt warum es hier so viele gibt - einfach nur weil es überrascht, dass es toleriert und akzeptiert wird.
Ein Englischlehrer einer sehr angesehenen Schule in Bangkok berichtete mir dann, dass es die Eltern seien...
In asiatischen Ländern ist es erwünscht nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen zu bekommen.
Wenn dies nicht selbst durchs Naturwunder geschieht, stopfen die Eltern ihre Jungen in Mädchenkleidung und tuen so als wäre niemals ein Junge gezeugt worden.
Ich glaube zwar viele von ihnen sind es freiwillig und auch glücklich.
Aber es ist populär und in den Schulen zu erkennen...Denn 6 jährige entscheiden nun nicht grad von selbst lieber das Prinzessinnenkostüm anzuziehen, anstatt Cowboy zu spielen...
Es ist schwer über die verschieden Verhaltensweisen zu Urteilen.
Was allerdings ein Fakt ist über den man wenig Diskutieren kann, ist die Korruption in den Ländern...
Locals verkaufen Drogen im Auftrag der Polizei an Touristen.
Die Polizei unternimmt Verkehrskontrollen, in denen sie dich rauszieht wenn du ohne Helm Roller fährst. Man muss dann ca. 5 Euro zahlen und bekommt eine Bescheinigung, sodass man 24 Stunden "legal" ohne Helm fahren kann. Dabei geht es außerdem nur um den Fahrer - Beifahrer benötigen keinen Helm^^
Wenn man sich mit Locals streitet, drohen sie mit der Polizei und jeder weiß: Man wird sein Reisepass los sein und viel Geld zahlen müssen um ihn wieder zu bekommen...
Manchmal unterstützen Polizisten Preisverhandlungen für Touren, sodass man keine Chance hat einen realistischen, fairen Preis zu erlangen.
Bars bezahlen viel Geld, damit sie "ohne Ärger" Joints und Pilze verkaufen können, die in der Speisekarte unter Happy Shake oder Happy Pizza zu finden sind...
Dieses Zusammenspiel von Locals und der Polizei findet in Thailand und Laos statt...
Allerdings empfinde ich die Menschen in Thailand als freundlicher und hilfsbereiter...
Zwar gibt es überall Bösewichte, allerdings habe ich in Laos davon mehr zu spüren bekommen...
Ich fühle mich in Laos nicht so sicher wie in Thailand....
Beispielsweise bunkere ich meine Wertgegenstände im Schlafsack im Nachtbus und schlafe auf meinem Rucksack....
Die Notwendigkeit sah ich in Thailand nicht...
Wir wurden von Tuk Tuk Fahrern nachem Tubing in Vang Vieng bedroht, die uns vorwarfen nicht gezahlt zu haben. Einige von ihnen hatten Metallstangen und drohten unsere Jungs zu verprügeln.
Wir Mädels versuchten im Hahnenkampf den Streit zu schlichten und bekamen zur Antwort, wenn wir nicht sofort die Kerle wegschaffen, rufen sie die Polizei...
Es war beängstigend!
Die Thais versuchen einen zwar auch zu bescheißen, aber auf eine sehr liebenswerte Art.
Die Laoten sind mürrisch und stur und wirken oft sehr unfreundlich.
Natürlich gibt's hier auch viele tolle Menschen in Laos!
Aber es ist wichtig sich nicht beirren zu lassen und stets die arlarmglocken auf standby zu lassen...
In Thailand habe ich mich mit vielen Locals unterhalten und konnte ihre Kultur kennenlernen und erfragen.
In Laos ist es schwer mit Locals ins Gespräch zu kommen und auf beiden Seiten herrscht großes Misstrauen...
Nun bin ich gespannt auf Vietnam und Kambodscha...
... Die Reise durch eine fremde Welt geht weiter...mir gefällst!
11/12/2011
4000 Islands...
Hola!
Ich bin nun seit 4 Tagen auf Don Det und eine Art von Alltag ist zu spüren: schlafen, essen, schlafen...
Tiefenentspannt suhle ich mich in meiner Hängematte, füttere den Affen, der an einem Baum angekettet ist, mit Bananen - wem gehört der eigentlich?! oder stelle mich Tod...
So ganz trifft es vielleicht nicht für alle Tage zu, aber definitiv für den heutigen Tag! Ich glaube es ist Freitag - morgen geht's mit dem nachtbus zurück nach vientiane....
Was ganz gut ist, da man hier auch gut versacken kann...
Wie beispielsweise der Finne, Willy, der dauerstoned in seiner Hängematte liegt und zwischendurch die Welt mit einem lachflash entzückt ;)
Oder Joey aus thailand, der aussieht wie Bob Marley, stets an seiner bong zieht und seine Heimatstadt Pai nach Don Det brachte.
Seine Bar heißt "Pai in Laos".
Er schmeißt sie gemeinsam mit Chai, der versucht während dem kiffen zu arbeiten...
Und es funktioniert: Schnell noch nen Kopf durch die Eigenkonstruktion und zack! - ist das nächste Zimmer vermietet, die Kissen ausgeschüttelt oder das Rührei serviert...
Wir sind gestern zu der fullmoonparty los gezogen und landeten zuerst in der happy bar...
Wo bei Reggae der hullahup um die Hüften kreiste,
Chai feuerspuckenderweise die Nacht verzauberte und ein alter Mann aus seiner kühltruhe das Bier ausschenkte.
Um 22h ging es dann zur don det bar wo Joey electrobeats erklingen lies und ich in ein tanzduell mit wildgewordenen Australiern geriet...
Irgendwann siegte der Alkoholpegel, der Aila und mich nach Hause brachte... Chai meinte es gut und zeigte uns den kürzesten weg nach Haus!
Dieser bestand darin reisfelder -barfuss, ohne taschenlampe im dunkeln zu überqueren... Verrückterweise hat es sogar funktioniert....
Heut morgen beglückte mich ein kleiner Kater, der auf das "ein Lao Bier zuviel" Bier zurück zuführen ist...
Aila,Jake und Mike sind heut weiter nach Kambodscha. Emely und icke suhlen uns weiterhin in der Hängematte und wolln heut Abend Lao BBQ probieren...Yummy!
Die Tage auf der Insel vergehen irgendwie so schnell...
Die kajaktour war das Highlight!
Wir sind morgens mit dem Kajak los und kehrten bei Sonnenuntergang zurück nach Don Det.
Ich habe Flipper gesehn!
Heißt der so?! Bin verwirrt...
Egal, Delfine halt, die neben den Kajaks umherschwommen...
Nach der delfinenshow gab es Lunch in Kambodscha - ich glaub ich war da illegal "ohoh!" - hielten uns dort 2 Stunden auf, bis wir weiter zu dem größten Wasserfall Südostasien paddelten.
Der Tag war echt richtig schön!
Die Inseln sind richtig gut zum entspannen und um Geld zu sparen. Gediegen!
Für mich war es die beste Entscheidung meine verbleibende Zeit in Laos hier zu verbringen.
Morgen stehen wieder 19 stunden Busfahren an und in "laotime" können daraus mal schnell 24+ werden ;)
"See you later alligator!"
Endeimgeländeschichtimschachtausdiemausallescoolinkabultschööömitöööö
Ps: verzeiht mir den restalkohol! Peace!
Ich bin nun seit 4 Tagen auf Don Det und eine Art von Alltag ist zu spüren: schlafen, essen, schlafen...
Tiefenentspannt suhle ich mich in meiner Hängematte, füttere den Affen, der an einem Baum angekettet ist, mit Bananen - wem gehört der eigentlich?! oder stelle mich Tod...
So ganz trifft es vielleicht nicht für alle Tage zu, aber definitiv für den heutigen Tag! Ich glaube es ist Freitag - morgen geht's mit dem nachtbus zurück nach vientiane....
Was ganz gut ist, da man hier auch gut versacken kann...
Wie beispielsweise der Finne, Willy, der dauerstoned in seiner Hängematte liegt und zwischendurch die Welt mit einem lachflash entzückt ;)
Oder Joey aus thailand, der aussieht wie Bob Marley, stets an seiner bong zieht und seine Heimatstadt Pai nach Don Det brachte.
Seine Bar heißt "Pai in Laos".
Er schmeißt sie gemeinsam mit Chai, der versucht während dem kiffen zu arbeiten...
Und es funktioniert: Schnell noch nen Kopf durch die Eigenkonstruktion und zack! - ist das nächste Zimmer vermietet, die Kissen ausgeschüttelt oder das Rührei serviert...
Wir sind gestern zu der fullmoonparty los gezogen und landeten zuerst in der happy bar...
Wo bei Reggae der hullahup um die Hüften kreiste,
Chai feuerspuckenderweise die Nacht verzauberte und ein alter Mann aus seiner kühltruhe das Bier ausschenkte.
Um 22h ging es dann zur don det bar wo Joey electrobeats erklingen lies und ich in ein tanzduell mit wildgewordenen Australiern geriet...
Irgendwann siegte der Alkoholpegel, der Aila und mich nach Hause brachte... Chai meinte es gut und zeigte uns den kürzesten weg nach Haus!
Dieser bestand darin reisfelder -barfuss, ohne taschenlampe im dunkeln zu überqueren... Verrückterweise hat es sogar funktioniert....
Heut morgen beglückte mich ein kleiner Kater, der auf das "ein Lao Bier zuviel" Bier zurück zuführen ist...
Aila,Jake und Mike sind heut weiter nach Kambodscha. Emely und icke suhlen uns weiterhin in der Hängematte und wolln heut Abend Lao BBQ probieren...Yummy!
Die Tage auf der Insel vergehen irgendwie so schnell...
Die kajaktour war das Highlight!
Wir sind morgens mit dem Kajak los und kehrten bei Sonnenuntergang zurück nach Don Det.
Ich habe Flipper gesehn!
Heißt der so?! Bin verwirrt...
Egal, Delfine halt, die neben den Kajaks umherschwommen...
Nach der delfinenshow gab es Lunch in Kambodscha - ich glaub ich war da illegal "ohoh!" - hielten uns dort 2 Stunden auf, bis wir weiter zu dem größten Wasserfall Südostasien paddelten.
Der Tag war echt richtig schön!
Die Inseln sind richtig gut zum entspannen und um Geld zu sparen. Gediegen!
Für mich war es die beste Entscheidung meine verbleibende Zeit in Laos hier zu verbringen.
Morgen stehen wieder 19 stunden Busfahren an und in "laotime" können daraus mal schnell 24+ werden ;)
"See you later alligator!"
Endeimgeländeschichtimschachtausdiemausallescoolinkabultschööömitöööö
Ps: verzeiht mir den restalkohol! Peace!
11/10/2011
On the Road 2
... Wir sind um 21h dann endlich in vientianne angekommen...
Hab mich einer Gruppe aus Amerikanern, Kanadiern und Tschechen angeschlossen um gemeinsam eine Unterkunft zu finden..
Ich reise schon wieder ziemlich planlos, aber ich hab mein Flug nach Hanoi gebucht - ein Plan in naher zukunft, yeaha!
Das schöne ist, dass jeder ziemlich planlos ist und den Tag einfach auf sich zu kommen lässt. Ich finde immer vor Ort ne Unterkunft und das schöne ist, dass man im Bus eh immer Leute kennenlernt und zusammen was findet...
Ich muss sagen vientianne hat nicht wirklich was zu bieten.
Es wirkt wie ein kleines Dorf.
Überall findet man eher Hütten anstatt Häuser. Das einzige was auf eine Großstadt hindeutet ist der Verkehr. Unfassbar laut und es stinkt nach Gas sobald man die Straße betritt.
Unfassbar erstaunt haben mich die Bürgersteige ;) die hab ich das letzte mal in Bangkok und manchmal auch in chiang Mai gesehn ;)
Wir aßen in locals Restaurants und das essen war richtig gut!!!
und es gab richtigen Käse!!!! Ein Traum!
Wie unglaublich gern würde ich ein Schwarzbrot mit käse essen!;) richtig geil - ist eins für mich mit!!!
Mein Lieblings essen war in den letzten Wochen Fried Rice with cashew nuts and chicken, aber son richtiges käsebrot - da hat Helge schon verdammt recht ;)
Warum schreib ich über käsebrot - egal...??!?
Wir entschieden uns jedenfalls den nachtbus zu den 4000 Islands zu nehmen und den Abgasen zu entfliehen.
Der tuk tuk Fahrer holte uns um 19h ab um uns zum Bus zu bringen. Dort angekommen traute ich meinen Augen nicht....
Ein nachtbus mit Betten, soviel Komfort hätte ich mir auf meiner 19 Stunden fahrt von bangkok nach Koh phanghan auch ma gewünscht ;)
Wir sind zu fünft unterwegs und hatten eine komplette Liegewiese für uns am Ende des Busses. Ein traum!
Wir erreichten um 7 Uhr morgens pakse und fuhren die 110 km mit einem anderen Bus direkt weiter nach Don Det - einer der 4000 Inseln, die sich übern mekong verteilen...
Überraschenderweise war der Bus pünktlich und die laoszeit nicht zu spüren...
Hier angekommen bin ich nun in einem bungalow direkt am mekong mit Blick auf den Fluss für 80 Cent die Nacht gelandet.
Ich chill grad in meiner Hängematte aufm Balkon und genieß den Moment...
Haben uns heut Räder ausgeliehen und ham, vorbei an Kornfeldern und Farmen, die Insel abgefahren...
Die Insel ist ziemlich gechillt. Strom wird um 22 h abgeschaltet und es gibt kein Geldautomaten. Einige Bars ham aber wifi und manchmal hab ich sogar handynetz, das ist in Laos selten...
Morgen geht's mit dem Kanu zu den Delfinen und Wasserfällen...
Warum gibt's hier eigentlich Delfine?! Ick werd dem ma auf die Spur gehn ;)
Das leben kann sooo entspannt sein...
Werd hier nun erstmal ein paar Tage versacken!
Hab mich einer Gruppe aus Amerikanern, Kanadiern und Tschechen angeschlossen um gemeinsam eine Unterkunft zu finden..
Ich reise schon wieder ziemlich planlos, aber ich hab mein Flug nach Hanoi gebucht - ein Plan in naher zukunft, yeaha!
Das schöne ist, dass jeder ziemlich planlos ist und den Tag einfach auf sich zu kommen lässt. Ich finde immer vor Ort ne Unterkunft und das schöne ist, dass man im Bus eh immer Leute kennenlernt und zusammen was findet...
Ich muss sagen vientianne hat nicht wirklich was zu bieten.
Es wirkt wie ein kleines Dorf.
Überall findet man eher Hütten anstatt Häuser. Das einzige was auf eine Großstadt hindeutet ist der Verkehr. Unfassbar laut und es stinkt nach Gas sobald man die Straße betritt.
Unfassbar erstaunt haben mich die Bürgersteige ;) die hab ich das letzte mal in Bangkok und manchmal auch in chiang Mai gesehn ;)
Wir aßen in locals Restaurants und das essen war richtig gut!!!
und es gab richtigen Käse!!!! Ein Traum!
Wie unglaublich gern würde ich ein Schwarzbrot mit käse essen!;) richtig geil - ist eins für mich mit!!!
Mein Lieblings essen war in den letzten Wochen Fried Rice with cashew nuts and chicken, aber son richtiges käsebrot - da hat Helge schon verdammt recht ;)
Warum schreib ich über käsebrot - egal...??!?
Wir entschieden uns jedenfalls den nachtbus zu den 4000 Islands zu nehmen und den Abgasen zu entfliehen.
Der tuk tuk Fahrer holte uns um 19h ab um uns zum Bus zu bringen. Dort angekommen traute ich meinen Augen nicht....
Ein nachtbus mit Betten, soviel Komfort hätte ich mir auf meiner 19 Stunden fahrt von bangkok nach Koh phanghan auch ma gewünscht ;)
Wir sind zu fünft unterwegs und hatten eine komplette Liegewiese für uns am Ende des Busses. Ein traum!
Wir erreichten um 7 Uhr morgens pakse und fuhren die 110 km mit einem anderen Bus direkt weiter nach Don Det - einer der 4000 Inseln, die sich übern mekong verteilen...
Überraschenderweise war der Bus pünktlich und die laoszeit nicht zu spüren...
Hier angekommen bin ich nun in einem bungalow direkt am mekong mit Blick auf den Fluss für 80 Cent die Nacht gelandet.
Ich chill grad in meiner Hängematte aufm Balkon und genieß den Moment...
Haben uns heut Räder ausgeliehen und ham, vorbei an Kornfeldern und Farmen, die Insel abgefahren...
Die Insel ist ziemlich gechillt. Strom wird um 22 h abgeschaltet und es gibt kein Geldautomaten. Einige Bars ham aber wifi und manchmal hab ich sogar handynetz, das ist in Laos selten...
Morgen geht's mit dem Kanu zu den Delfinen und Wasserfällen...
Warum gibt's hier eigentlich Delfine?! Ick werd dem ma auf die Spur gehn ;)
Das leben kann sooo entspannt sein...
Werd hier nun erstmal ein paar Tage versacken!
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