3/09/2012

Welcome to Australia...

Einen wunderschoenen Guten Tag,

wuensche ich Euch von der anderen Seite der Welt...

Ich muss gestehen ich war etwas nachlaessig mit dem Bloggen in den letzten Wochen und habe einfach viel zu viel unfassbar tolle Dinge erlebt, um sie alle niederzuschreiben.

Von Koh Lanta ging es erstmal Ende Januar weiter nach Kuala Lumpur, wo ich nach drei Tagen mich auf ins unfassbar schoene Indonesien machte.

Java war nochmal ein besonderes Erlebnis fuer das Ende meiner Suedost Asien Reise.
Ich war oft die einzige Weisse in diesem Land.
Ich bin mir sicher, dass ich diesen Kulturschock am Anfang meiner Reise nicht so leichtfuessig hingenommen haette und mich einfach hinein ins Abenteuer gestuerzt haette.
Es gab nur oeffentliche Verkehrsmittel, sodass ich oft zwischen Zigarettenqualm, Huehnern, Bettlern, Musikern und Verkauefern, mich in den Bus quetschte. 
Die Locals waren fasziniert von meiner weissen Haut und fragten oft nach Fotos oder plauschten mit mir ueber das Leben in der westlichen Welt.
Ich hatte sehr bewegende Erfahrungen und tiefsinnige Gespraeche mit den Einheimischen ueber ihre Kultur, ueber das Leben und der Definition von Glueck.
Sie nahmen mich in Ihrem Land so warmherzig auf und baten mir stets ihre Hilfe an, so dass ich mich schnell sehr wohl fuehlte.

Am lezten Tag in Java nahm ich die Faehre nach Denpasar.
In meinen Kopf kerten all die wunderbaren Erinnerungen zurueck, die ich die letzten 4 Monate in Asien erleben durfte.

Wehmut lag in der Luft.

Ich realisierte wie dankbar ich bin, all die Erfahrungen sammeln zu duerfen und wie sehr ich mich in der Kultur wiedererkannte und mein Leben dort genoss.
Ich werde mein ganzen Leben davon zehren.

Am 17.2.2012 war es dann soweit ein neues Kapitel meiner Reise oeffnete sich und ich startete mein Australienabenteuer in Perth.

Angekommen am Flughafen entzueckten mich zwei Herzdamen mit Schildern in den Haenden: "Paddellino".

Wenn man so fern von der Heimat ist und auf einmal zwei ganz tolle Menschen vor einen stehen, die man die letzten Monate sehr vermisste, bekommt man das Gefuehl zu Hause zu sein.

Es fuehlte sich so an, als waeren wir alle drei nie weg gewesen und das war mit das schoenste Gefuehl.
 
Wir pennten die naechsten 4 Tage in verschiedenen Parks im Auto, fruehstueckten und kochten dort und befanden uns eigentlich immer draussen.
Ich schnupperte die Luft vom wilden Backpacker leben. Es fuehlte sich gut an.

Alles wird irgendwie so nebensaechlich. Du bist gluecklich, wenn du einen Park findest, der neben Toiletten, auch Duschen hat. Freust Dich ueber Schnaeppchen im Supermarkt und kannst entspannen, wenn der Ranger dich nicht gleich in der ersten Nacht verwarnt, sodass Du nach einem neuen Schlafplatz suchen musst.
Manchmal kommen Leute vorbei und interessieren sich fuer deine Reise und Leben.
Sie stecken Dir ihre Telefonnummer zu, um Dir eine warme Dusche anzubieten.
Australier sind wahnsinnig freundlich und hilfsbereit.
Ich habe grossen Respekt fuer Maika und Johanna, die nun schon fast 7 Monate dieses Art Leben leben und Ihr Auto ihr zu Hause ist.
Danke meine Lieben fuer ne geile Zeit, die viel zu schnell vorbei ging.

Die letzten vier Wochen vergingen mal wieder wie im Flug und neben Abentueren, faszinierender Landschaft und grossartigen Menschen, konnte ich auch ein wenig Geschichte und Kultur schnuppern.

Ich setzte meine Reise von Perth nach Cairns fort.
Dort traf ich auf meine Todeckbustour Crew und wir starteten unsere Reise entlang der Ostkueste bis Sydney.

Es waren zwei unglaubliche Wochen. Neben unfassbar traumhaft schoenen Straenden, segelte ich auf und davon, tauchte mit Schildkroeten und Haien am Great Barrier Reef, versuchte mich als Cowgirl und erhaschte das grossartige Gefuehl beim Surfen.

Die Rinderfarm war mit der schoenste Ort den ich besuchte.
Es war so wie ich mir das Outback und das Farmleben vorstelle.
Wir lauschten den Gitarrenklaengen bei Lagerfeuer, lernten Schiessen, mit der Peitsche um zu gehen, dass Lasso zu schwingen, cruisten mit dem Quad bike in der wallachei herum und hatten die ein oder andere Rodeo Challenge.

Die Farmer waren nen ganz schoen verruecktes Volk.
Einen Morgen tapste ich verschlafenderweise zum Kaffe, ziemlich gechillt und tiefenentspannt.
Bis auf ein mal neben mir mal kurz der Pfau mit dem Gewehr  erschossen wurde, der den Farmern schon laenger auf den Sack ging.
Kurz zerrupft das Ding und ab damit auf den Grill.
Abends gabs manchmal auch Possum oder andere koestlichkeiten die man im Wald fand.
Sie sind hart im neben, wirken alle ein wenig Alkoholkrank, aber liebenswert und der Job auf der Rinderfarm ist  definitiv keiner fuer Weicheier.

Nach der Farm ging es weiter zu den Fraser Islands. Wunderschoen, jedoch regnete es den gottverdammten Tag und ich erkundete den Regenwald im Regen - klingt nun eigentlich auch gar nicht so verkehrt, wa.

Oft gings von der Idylle und Natur ab in die Grossstadt und der Regenwald wurde mal kurz in Wolkenkratzer ausgetauscht.

Bevor wir Sydney erreichten, ging es noch zwei Tage ins Surfcamp. Ich habe es geliebt und werde definitiv bald zurueck aufs Board. Es war einer der Gefuehle, die du nie vergisst. Die Sonne ist grad aufgegeangen, du nimmst dein Board und reitest die ersten Wellen. Um dir ist nichts.
Eins mit der Natur.

Ok, da waren noch die andern 20 Leute von meiner Tour und mein Surflehrer, haha.
Aber die hab ich ma kurz ausgeblendet.

Es war ein grossartiger Trip und ich durfte mal wieder wunderbare Menschen kennenlernen und freu mich dass ich mit einem kleinen Teil von ihnen nun zusammen in Melbourne bin.

Melbourne ist eine traumhafte Stadt mit Charisma. Es gefaellt und das Leben fetzt!

Ich wohne bei Tyson, den ich in Thailand kennenlernen durfte und teile mir das Wohnzimmer mit Chin Chin, seiner Katze.
Ich geniess das Leben hier und bin gluecklich mal wieder Apartmentluft zu schnuppern.

Naechste Woche hat mich die Arbeitswelt wieder und ich arbeite mal wieder ein wenig im Gelb Blauen Bunker. Neben diesen Job, konnte ich noch ne Art Callcenter Job ernten.
Das schoene ist, ich arbeite von zu Hause und kann mir die Zeit einteilen. Ein Traum.

Busy ist sie...

Nach Melbourne geht es weiter nach Suedamerika und ich freu mich schon jetzt auf meinen naechsten Kulturschock.
Was das angeht ist Australien angenehm vertraut. Gut die paar giftigen Tierchen sind vielleicht etwas aussergewoehnlich, aber man vergisst ganz schnell, dass es um einen herum nur so kriecht und schleicht.
Tyson sagte er habe eine Red Back auf seinem Balkon, gut dass ich die Balkontuer immer auf habe ^^

Australien ist ein Traum und ich freue mich noch einige Wochen hier zu verweilen.

Ganz feste, warme Umarmung und ein wenig Countrymusic fuer Euch auf die Ohren!

 See ya :*

























1/17/2012

Islandshopping vs. Hammockheaven



Hallo meine lieben Leser und Leserinnen,

herzlich Willkommen zur einer neuen Ausgabe von:
"Wer bin ich und wo will ich  eigentlich nochmal hin?!"

Nachdem ich es die Tage zuvor endlich mal geschafft habe, meinen verwirrten, geistreichen Beitrag zum Dezember auf meinen  Blog zu hinterlassen, wollt ich Euch nicht all zu lang auf die Haengematte spannen und den Januar schon mal auf sich wirken lassen....

Ich habe meine paradisische Faulheit auf Koh Phangnan gelassen und versuchte in die Fortbewegung zurueck zu finden.

Hat garnicht sooo schlecht funktioniert, auch wenn ich mit einigen Startschwierigkeiten zu kaempfen hatte.

Ich machte mich am 2. Januar auf nach Krabi an die Westkueste.
Zuerst musste ich allerdings mir noch "legale Tage" bei der Botschaft erkaufen, da mein Visa nach dieser Versackerei dann doch erschoepft war...

Natuerlich ist es immer gut sich vorher ueber Oeffnungszeiten und Kosten zu informieren. Allerdings heisst das nicht immer gleich, dass diese Zeiten stimmen, immerhin haben wirs hier mit asiatischer Zeit ohne Gefuehl zu tun...
Zu meiner Ueberraschung hatte somit das Immigration Office auf Koh Samui geschlossen, was fuer mich etwas aergerlich war, da ich mich somit illegal im Land aufhielt.
Nur zu gut, dass ich nicht in Deutschland war, sondern in Thailand, wo man auch das ganz entspannt sieht.

Die Thais sagten nur ich solle mir keine Sorgen machen, es waere doch nicht meine Schuld.

Klang jetzt nun auch garnicht so verkehrt fuer meine Ohren, sodass ich entschied weiter nach Krabi zu fahren und die naechsten Tage nochmal mein Glueck zu probieren...

Nachdem ich mich somit den ganzen Vormittag auf Koh Samui  mit Warten vergnuegte, um die naechste  Faehre zu nehmen, prasselte der Regen wie eine Eiskalten Dusche vom Himmel.
Normalerweise hoert dieses Spektakel nach einer Stunde auf und die Sonne entzueckt einen  wieder mit ihrem bezaubernden  Laecheln, doch irgendwie wollte der Tag  mich nicht so ganz verzaubern...
Die Fahrt nach Krabi  dauerte somit anstatt 6 Stunden 12 Stunden und die Strassen  waren  zum Teil voellig ueberflutet.
Zunaechst war auch nicht ganz klar, ob Krabi selbst ueberflutet ist und somit stuerzte ich mich in ein neues Abenteuer als ungewollter Baywatchstar.

Wir erreichten um  22 Uhr dann die Bucht Ao Nang und stellten gluecklicherweise fest, dass es trocken war und eine sternklare Nacht vor uns lag.
Somit schmiss ich meine Rettungsboje mit meinen entzueckenden Bikini auf mein Bett und kehrte in die alte Fassade zureuck.

Durch meine neuen Busbekannschaften habe ich die naechsten Tage mit  Toni, Partrick, Marco und Joerg verbracht.
Wir siedelten am naechsten Tag zur Tonsai  Bucht um und ich fand mich in einem kleinen Bamboobungalow im Dschungel wieder, wo Affen Kokusnuesse auf dein Dach schmeissen und gegen deine Tueren trommeln.
Ich hatte meine Freude daran und die Tage  vergingen schnell mit Ueberfahrten zu den Inseln.

Abends kehrten wir  meistens in die "Sabai Sabai" Bar ein und hinterlassten am ersten Abend stolze 100 Euro, sodass wir ihre "besten" Freunde in den naechsten Tagen waren.

Wie wir das mit den  100 Euro geschafft haben, ist mir immernioch  ein Raetsel.
Aber immerhin  gabs Gratisstunden im Feuerspiel.
Es sah allerdings einfacher aus, als es tatsaechlich ist, wenn man  die Barkeeper feurkreisend und zugedroehnt auf Seilen balancieren sah.

Nachdem ich ohne Probleme mir neue Tage fuer Thailand erkaufte, entschied ich die naechsten Tage mit Toni gemeinsam weiterzuziehen, da sie sich noch ein paar Tage Inselfeeling geben wollte, bevor sie versucht in Nepal einen Job zu finden...

Relativ planlos war der eigentliche Plan nach Koh Lipe zu  duesen, wir sind dann aber erstmal nur bis  Koh Lanta gekommen und haben  dort spontan zwei Tage die Seele baumeln lassen.

Dann  erkauften wir uns teure Tickets fuers Speedboat nach Koh Lipe und  mussten mit  erschrecken feststellen, dass wir grad auf der teuersten Insel gelandet sind und  auch noch fast alle Unterkuenfte ausgebucht waren.

Normalerweise kommst Du  hier irgendwo an, fragst ein paar  Leute wo man  gut pennen kann und nach fuenf Minuten hast du  Zimmerschluessel in der Hand.

Es sei denn man befindet sich in der Hauptsaison auf  einer  Insel, die Dank Zeitschriften und Pauschalurlaubsangebote sich zu einem Touristenspot und Honeymoonplace verwandelt hat.

Wir fanden  jedoch noch  unser Eigenheim und die ein oder andere Bar zum entspannen, sodass  wir die Touristenwelt ausblendeten und die wunderschoenen Straende genossen.

Am zweiten Tag  im "Koh Lipe Dschungel" wurde allerhand organisatorisches erledigt und ich  fuehlte mich gut mit Tickets  in der Hand fuer Malaysia.

In der "Cast away" Bar, wo man sich auch so fuehlt, musste ich dann mit erschrecken feststellen, dass nicht nur ich, sondern auch mein Handy verschollen ist und irgendso  ein  Oberspacken mein einziges Luxusgut geklaut hat.

Somit verbrachte ich den  Rest des Tages mit Suchen.
Ich versuchte mich als Sherlock Holmes und war  erfreut ueber die Hilfe der Thais.

Der  eine rannte die Strasse fuer mich ab,  eine andere rief ihren Ehemann an, um ihn zu bitten fuer mich rumzufragen und ich war mitten drin in  diesem Getuemmel.

Letztenendes suchte ich dann  doch die  Polizeistation auf.

Ich muss sagen, ich habe  eine solch  schoene Polizeistelle noch nie gesehn.

Man befindet sich im Paradis, ein kleines Schild an einem Bamboobungalow laesst auf die Polizei hinweisen und ein aelterer Thai im Fussballtrikot seines Lieblingsvereins ist grad am fegen, wenn er denn nicht ab und  zu als zweisterne Offizier agieren muss.

Ich war  dankbar auf Klift und seinen Freund zu treffen, die schon ein paar Bier gekillt hatten und  promt fragten, ob ich nicht erstmal ein Bier wolle.

Ich gesellte mich mit Toni zu den beiden und nach dem  ein oderen anderen Plausch ueber Job, Leben und Plaene, erzaehlte ich meine Diebstahlstory.

Diese besteht ueberigens darin, dass ich keine Ahnung habe wann und wo genau das ganze eigentlich passiert ist...
...haette der  Affenarsch nicht das Handy  ausgeschaltet, welches voll geladen war, waere ich wahrscheinlich eher davon ausgegangen, ich haette es in meiner Schusseligkeit verloren....

Es war eine sehr  angenehme  Art ein  Polizeiprotokoll aufzunehmen, waehrend der Polizist erstmal noch  zu  Ende fegt und ich bei Kippe und Bier erstmal den Jungs davon berichtete, damit  sie wiederum alles auf Thai uebersetzen koennen.

Am  Ende bekam ich das Orignal, welches in Thai geschrieben ist. Immerhin  sind die Woerte I Phone 4 black auf englisch, sodass man erahnen kann worum es geht.

Meine Versicherung hat sich allerdings bis jetzt noch nicht zu Wort gemeldet... Ich bin gespannt.

Klift  und  sein Kollege  luden uns zum Abendessen ein und wir liessen den Abend mit  ein  wenig  Barhopping ausklingen.

Am  naechsten Tag  machte ich mich auf Malaysia zu entdecken und wartete auf die Nachmittagsfaehre nach Langkawi.

Meine ausgezeichneten Wartekuenste, die ich durch die Asia Time errungen habe, liess ich bei nen Ice Coffee am Strand auf mich wirken.

Und so schluerfte ich so vor mir hin und plauschte mit  Alex aus Berlin.

Das  schoene an dieser Reise ist, dass sich Dinge irgendwie immer alle von  selbst  loesen.

Somit schenkte mir Alex sein altes Handy, welches er wohl eh nicht  mehr braeuchte und lud mich noch auf ein  "Wir werden uns spaetestens in Berlin wiedersehen" Bier ein.

Somit gestaerkt und neu mit Hightech ausgeruestet startete ich meine  Reise nach Langkawi.

Langkawi war fuer mich grauenvoll mit Touristen bestueckt, dafuer befand sich allerdings immerhin ne supercoole Reggaebar am Strand, sodass ich immerhin einen kleinen Ort  zum Wohlfuehlen fand.

Ich hing zweit Tage mit Zara und Nadia in Langkawi ab und beschloss dann zurueck nach Lipe zu fahren, um mich mit Antti wiederzutreffen.

Mein erster Eindruck von Malaysia war gepraegt von gemischten Gefuehlen, die jedoch mein  Interesse geweckt haben und ich mich schon jetzt freue in dem Land  umherzureisen.

Zurueck in Thailand und somit bestueckt mit weiteren 15 Tagen "for free", traf ich mich mit Antti, der noch Hodge im Schlepptau hatte.

Antti hats nur einen Monat in Finnland ausgehalten und dann beschlossen wieder nach Asien zu gehen und weiter zu reisen.

Hodge war grad drei Monate in Indien und spannt nun noch ein paar Wochen in Thailand aus, bevor es zurueck nach New York geht, um die Welt wieder als Filmemacher zu bereichern.

So bildete sich nun unsere Reisecrew aus Finnland, USA und Germany, die ralativ schnell beschloss Koh Lipe ruckizucki zu verlassen und lieber noch  mal Koh  Lanta unter die Lupe zu nehmen.

Hier angekommen bin ich entzueckt von den Bars, Bungalows, Locals, Straenden und dem Essen.

Ich glaube die  Insel ist mein geheimer Favorite was die Westkueste angeht.
Jedenfalls ein "Kopf an Kopf Rennen" mit der Tonsai Bucht in  Krabi....

Wir  versackten am ersten Abend in der Choclate Bar in Haengematten  und ich animierte am Ende die Barkeeper in  unserer Bar vom Bungalow mit mir fleissig mitzutrinken.
Das spektakel wurde von Wolfgang aus "good old Germany" bestaunt, der mich sehr stark an  Hans erinnert...  ;)
Wolfgang ist seit  ueber 20 Jahren jedes Jahr auf dieser Insel und praesentiert seine  Hippiewelt in all seinen Lebensarten, es ist herrlich.

Gestern wurde mit einen uebeln  "Changover"  versucht nicht direkt am Strand zu sterben und so half mir dann doch das Thaisueppchen am Abend neue Lebenskraft zu verspruehen und sich vom Spektakel der Darkmoonparty berieseln zu lassen....

Den heutigen Tag  wollte ich eigentlich damit verbringen geistreiche Plaene fuer meine Reiserei zu schmieden.

Die Frage die ich mir stelle ist in der Tat knifflig:

"Wer bin ich und  wo  will ich eiugentlich nochmal hin?"
- Irgendwie lande ich immer in Thailand....  Aber es ist auch meien grosse Liebe!

Da ich nun den Tag mit Blogschreiben, anstatt  Fluege oder Bustickets buchen verbracht habe, werde ich mich Morgen weiter mit meiner Fragestellung befassen.

Es sei gewiss, ich lasse Euch an der Antwort teilhaben.


Bis dahin  sende ich aber nun erstmal liebe Gruesse aus Koh Lanta!














 








































1/10/2012

Lord of the rings oder doch eher Paddel in wonderland?!

Da machte sie einfach mal Urlaub von der Reiserei!

Einfach mal ausspannen und die Welt Welt sein lassen...

Abtauchen in ein paradiesisches Abenteuer....

Ich befand mich in Tolkiens Welt!

Hans (60+), der seit 30 Jahren nach Koh Phangan reist, erzählte mir die Geschichte von dieser Insel - wie sie früher war, wie sie sich verändert hat und was heute von ihr übrig geblieben ist.

Es sind die letzten wichtigen Ereignisse eines dunklen Zeitalters im tolkienischen Universum, die sich abspielten...

Hans war beängstigt von der Ankunft wildgewordener Elben, Zwergen, Zauberer und Orks, die in scharren die Insel mit ihren Schiffen erreichten, um diese bei der Fullmoon- Halfmoon-, Aftermoon - oder Jungleexperience Party feuerspukenderweise auf Ihre Art zu verzaubern.

Sie verwandeln die Strände mit Hilfe ihres Buckets, voller Ballermannhits und Neonfarben, in eine Müllhalde, in denen sich dann die Drogenopfer suhlen...

Umso wichtiger, dass die Macht über die Insel durch Heldentaten einiger weniger, endgültig in die Macht der Langzeiturlauber übergeht....

Hans ist müde und erschöpft, er bat uns, den Kampf gegen diesen verrücktgewordenen Backpackertourismus aufzunehmen.

Es ist vielleicht die letzte Hoffnung, dass auch er wieder seiner geliebten Techno Musik am Strand lauschen kann...

Somit bildeten sich unter der Anführung Tysons die Gefährdten Koh Phangangs in einer stillen Stunde bei Bier aus Plastikbechern in Karls Bungalow im Beach 99...

Auch ich und meine drei Freunde aus dem Auenland wurden somit in ein heroisches Abenteuer hineingezogen!

Wir versammelten uns in Karls Bungalow, der mit seinem Freund Tyson wie jedes Jahr in diesem Paradis Zuflucht vom Alltagsdschungel sucht.

Karl, rechtmäßiger Thronfolger von Gondor - nun aber erstmal noch global Operation Manager in Melbourne, sorgte sich direkt um all seine Neuankömmlinge.

Und so schmiedeten Tyson und Karl Pläne für unsere lange gemeinsame Reise in die Tiefenentspannung.

So traf sie zusammen die Gemeinde aus der Nachbarschaft...

Man kennt sich als Langzeiturlauber und tauscht die neuesten Schlagzeilen aus, bemerkt sofort die neuen Gesichter, gibt stets kluge Ratschläge oder schwelgt in alten Geschichten...

Ehrlich gesagt machte mir diese neue Art von Uraub "anstatt Reisen" am Anfang etwas Angst.
Aber ich war dann doch entzueckt vo meinem Eigenheim, welches ich mit Bojan gemeinsam liebevoll dekorierte und wir es uns in unseren Haengematten richtig gemuetich machten.... Die Tarnung war perfekt!

Die Tage vergingen wie im Fluge und wir stürzten uns in Exkursionen, vernichteten Buckets oder schwebten in unserem "hammock heaven" davon...

Es wurde uns Golfen gelehrt, bei dem ich mich schon fast, aufgrund von Buffalos und Hunden auf dem Golfplatz, wie Alice im Wunderland mit Flamingoschläger beim Croquet wiederfand.
Ich übte mich im Bogenschiessen, versuchte thailändische Ladyboys im Beachvolleyball zu bezwingen oder aber lies von alten Thaidamen meinen schmerzhaften Hängemattenrücken wegkneten...

Ja, es war hart.

Nach soviel Aktivität schleppte ich mich oft kraftlos in meine Hängematte zurück und schmiss mein Privatfernsehen an, um mich berieseln zu lassen.

Es ist toll so ein Freilichtkino alias Restaurant vom Beach 99 direkt vor seinem Bungalow aus bequem in der Hängematte studieren zu können.

Es ist mehr eine Art Serie die 24 Stunden abgespielt wird,vergleichbar aus einer Mischung von "Schwiegertochter gesucht" und "Frauentausch", ja ich tendiere zum RTL 2 Channel...

Viele von Euch wissen was für unglaubliche Probleme ich mit Fremdschämen habe...


Das schöne ist jedoch, dass Bojan sich an meiner Seite das Elend mit mir teilte und oft ein Schmunzeln uns mehr als Worte sprechen liess!

Um Euch eine kurze Darstellung zu geben was erstaunliches sich hier offenbarte, moechte ich die Hauptstory mal kurz umreissen...

Da haetten wir den ein oderen anderen Pornodarsteller, der wenn er nicht grad in einer Ladybar hockt, dass Publikum mit seiner oft angeduselten oder auch volltrunkener Erscheinung versucht zu bereichern.
Einer von Ihnen schreibt grad sein Buch, kommt aber nicht so gut voran, was eventuell an den Thaidamen liegt, die ihn stets umscharren.
Dann haetten wir noch allerhand Paerchenstories , die den Akt verzieren.
Wenn nicht grad der Mann seinem Frauchen wie ein treuer Hund hiterhertapst, sieht man ihn sein Frauchen, welches sich mit Valium vollpumpte, zurueck zum Bungalow schleifen....

Neben dieser spektakulären Rollenverteilung wird das Bühnenbild von der Hippiewelt verziert.

Diese Menschen verschleiern meinen TV Channel meisten mit Yoga, Meditation, Räucherstäbchen und der unerträglichen heilen friedlichen Welt, in der sie umher reiten.

Eine von ihnen erinnert mich stark an die Grinsekatze aus Alice im Wunderland. Sie wirkten oft wie auf einer Teeparty beim verrueckten Hutmacher, bereichert durch den Maerzhasen und Kreaturen die neue Holzfiguren oder Didgeridoos schnitzen...

Manchmal wünscht ich mir der Herzkönig und die Herzkönigin würden mal wieder ein wenig Schwung reinbringen und ne Runde kopfloses Croquet geniessen...


Der Charm des Bungalows blieb dank Toy und ihrer Familie erhalten, die wahrscheinlich kichernderweise hoeflich und liebevoll versuchten, die Ereignisse zu ertragen.

Ich fuer meinen Teil hatte eine wunderbare Zeit mit Bojan, Markella, Tyson, Karl, Dave und Ryan.
Karl und Tyson schenkten uns netterweise ihre Eisbox zum Abschied, sodass auch einem gemuetlich BBQ auf Balkonien mit gekuehlten Bier nichts mehr im Weg stand.

Wir versuchten uns so gut es ging als Langzeiturlauber, um Hans eine Freude zu bereiten.
Doch im Herzen blieben wir doch der Backpacker, dem es langsam wieder in den Fingern juckte weiterzuziehen.

Ich bin mir sicher, Hans haelt die Stellung. Immerhin ist er noch bis Mai auf der Insel ...

Ich fuer meinen Teil hatte ne verdammt geile Zeit und setzte meine Reise durch die kunterbunte Welt nach dreieinhalb Wochen - dann doch mal wieder fort.










Ja, was soll ich da noch hinzufuegen...

ich hab mich stets bemueht...

Tyson

Beachvolleyball

Prost!

Sunset im KB

Beste Bungalowmutti ever !

Amsterdam Bar

und wir fahrn.... immer weider

anbraten

View Point

bescheuert einkaufen gehn....

Geschenke!

Markella

12/07/2011

Same same but different...

Vielleicht habe ich eure Neugier geweckt...?!

Ich hoffe sehr, denn ansonsten kann man diesen Blog als eine Art Selbsttherapie betrachten ;)

Ich verweile oft in den Gedanken an die vielen Eindrücke und Erlebnisse...

Nachdem ich nun zwei Monate durch Asien reise, muss ich gestehen ich habe mich verliebt!

Ich liebe das Essen, das asiatische Zeitgefühl - welches gegen Null strebt und eigentlich nicht existiert, die Herzenswärme, Landschaft und vor allem die Begegnung mit den Menschen - ihrer Kultur - ihrer Geschichte und ihr Leben.

Ich habe unglaublich viele tolle Menschen kennenlernen dürfen und ihre Geschichte zerreißt mir manchmal das Herz.

Ich möchte Euch zwei besondere Menschen aus Siem Reap vorstellen, vor denen ich großen Respekt habe und sehr dankbar bin, dass ich sie kennenlernen durfte...

Ich buchte mein Busticket nach SR am Donnerstagabend.
An meinem letzten Abend in Phnom Penh lernte ich zwei Finnen kennen, die ebenfalls zu den Tempelstädten aufbrechen wollten.
Ich zog am zweiten Tag mal wieder um und buchte das selbe Hostel wie Antti und Lauri, mit denen ich drei wundervolle Tage in Siem Reap verbrachte!

An unserem zweiten gemeinsamen Tag saßen wir etwas zerstreut in einem Restaurant und wussten nicht so recht was der Tag mit uns vor hat...

In Laos gab mir Ayla eine Emailadresse von einem Tuk Tuk Fahrer aus SR und ich beschloss ihn zu entscheiden mit was der Tag uns bereichern darf...

Ich bekam folgende Antwort:

"Hello Christin, I am so happy to bring you to all places that you want. Please call to me if it is possible and tell me your address. I will pick up at your stay. thank you very much, and I hope you kindly give me a job. see you
Kind love and thank, Sophanna."

Ich fragte kurzer Hand die Bedienung, ob er Sophanna für mich anrufen könnte und es dauerte nicht lange bis er vor der Bar erschien...

Er brachte uns zuerst zu einem kleinen Dorf am See und Kambodscha zeigte uns sein wahres Gesicht.
Auf dem Rückweg beschlossen wir in einer Bar einzukehren, die einem "hammock heaven" ähnelte...
Wir chillten in der Hängematte und genossen den Blick auf den See.

Ich unterhielt mich angeregt mit Sophanna und er erzählte mir seine Geschichte:

Sophanna ist 27 Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf nähe Phnom Penh.
Er hat seine Eltern verloren als er 15 Jahre alt war.
Sie starben unter dem Regime der Khmer Rouge, die mit großer Grausamkeit einen Massenmord am eigenen Volk anrichtete...

Er lebte von dort an bei seiner Tante, die ihm ermöglichte die Schule zu besuchen, sodass er die Highschool absolvieren konnte.
Für ein Studium reichte das Geld nicht. Er blieb somit in seinem Dorf - auf der Suche nach einem Job... Vergebens.

Jedoch strahlte er, denn er fand dort sein größtes Glück, Shoa - seine große Liebe...

Shoas Eltern schenkten ihnen einen Roller zur ihrer Hochzeit, um ihm die Möglichkeit zu geben arbeiten zu können.
Somit zogen sie vor 5 Monaten nach Siem Reap, auf der Suche nach einem Job, um irgendwann in ihr geliebtes Heimatdorf zurück zu kehren...

Soohannas Frau ist 19 Jahre alt und hat bis vor kurzem in einem Shop gearbeitet, in dem sie 70 Dollar im Monat verdient hat.

Nun ist sie im zweiten Monat schwanger und leider die meiste Zeit zu krank um zu arbeiten.

Nun heißt es für Sophanna das Geld für seine Familie allein zu verdienen...

Die Miete kostet 20 Dollar für seine Einzimmerwohnung, er muss aber auch die Versicherungen bezahlen und die Miete für den Tuk Tuk Wagen.

Von ca. 100 Dollar im Monat, die er sich hart erarbeitet, bleiben 20 Dollar fürs Leben.

Er ist neu in der Stadt und der Business ist hart.
Sein Motorroller ist alt und die Straßen schlecht, sodass er oft Sorge hat sein einziges Kapital im Schlagloch zu verlieren.

Er hat tränen in den Augen.

Wir setzten unsere Tour zum War Museum fort.

Die Fahrt war geprägt von hügeligen Straßen, Hütten am Fluss, in denen Großfamilien auf 10qm zusammenleben, huppenden Reisebussen, die zu den Tempelstädten pilgern und bunten Märkten.

Wir sahen Kinder auf ihren Fahrrädern stolz eine tote Schlange hochhalten, Frauen, die sich gegenseitig Läuse und Ungeziefer aus den Haaren rupften, Mensch und Tier ihr Geschäft im Fluss vollrichten und beobachten gespannt das Chaos im Straßenverkehr...

Als wir das Museum erreichten, begrüßte uns Chom sehr herzlich und fragte, ob er uns für eine kleine Spende herumführen dürfte...

Chom ist mit 14 in den Krieg gezogen.
Nun ist er auf einem Auge blind, verlor ein Bein und hat mehrere Splitter von Minen in seinen Körper.

Er nahm meine Hand und ich fühlte einen Splitter unter seinem Knie...

Er zeigte uns die verschiedenen Panzer, Waffen und Minen.

Zu jeder Waffe hatte er seine eigene Geschichte.
Viele Freunde starben in den Panzern, nicht durch einen Angriff, sondern durch die Hitze.
Oft waren über 60 Grad im Panzer...

Sein bester Freund starb beim "angeln".

"Wir sahen die Männer Handgranaten nutzen um zu fischen.
Wir wollten das auch.
Also klauten wir welche aus einem Zelt.
Wir waren noch Kinder und ich wusste nicht so recht wie sie funktionieren...

Mein Freund erzählte mir, er hätte es schon öfters gesehen...
Wir gingen zum Fluss hinunter...
Ich hielt Abstand, drehte mich um und wartete gespannt bis der Knall erklang.
Als ich zurück blickte realisierte ich, dass mein Freund den Zünder hinfort geworfen und die Granate in seiner Hand behalten hat.
Er war überall auf den Boden zerstreut."

Ich durfte der Geschichte eines Soldaten lauschen, deren Familie ausgerottet wurde, seine Freunde im Krieg verlor und nun versucht sein Leben neu - jedoch mit alten Geschichten und schmerzhaften Erinnerungen - zu erleben.

Kambodscha wurde ein tödliches Erbe hinterlassen.
Es lauern noch immer um die 5 Millionen Landminen am Wegesrand und in den Feldern.
Jeden Monat explodieren Minen.
5-6 Menschen sterben jeden Tag.
Jedes drittes Opfer ist ein Kind.

Chom schmunzelte und sagte nur vor einigen Jahren waren es noch weit mehr.
Er zeigte mir die Minen von denen er Splitter in sich trägt.

Ich konnte nichts sagen, fühlte nur tiefsten Respekt für diesen Mann, der trotz den Erlebnisse so viel Liebe und Optimismus in sich trägt.

Sophanna wartete draußen.

Wir brachten die Jungs zurück zum Hostel und fuhren zu zweit weiter zu Angkor Wat, da ich den Sonnenuntergang erleben wollte.

Ich saß auf einen der Tempel und blickte über Angkor Wat in den Horizont.
Die Sonne ging unter und mir stießen Tränen in die Augen...

Ich war dankbar für diesen Tag, der mir mal wieder ein Stück mehr aufzeigte, wie gut es uns geht.

Nachdem die Sonne verschwand, führte der beste Tuk Tuk Fahrer der Welt ;) uns zum Straßenmarkt aus, wo er sein Wochenende am liebsten verbringt.
Auf dem Weg dorthin sammelten wir Shoa ein.
Wir waren die einzigen "Weißen" weit und breit, teilten das Straßenfood zusammen auf einer Picknickdecke, lauschten der Musik und ich führte Frauensmaltalk mit Shoa.

Sie ist wunderschön und hat ein strahlendes Lächeln einer stolzen Mutter.

Es war ein toller Abend.

Ich fühlte mich gut nachdem wir Sophanna 20 Dollar für die Fahrt gaben und somit seine Monatsmiete bezahlten...
Er hatte ein prachtvolles Lächeln im Gesicht und bedankte sich, dass wir ihm für einen Tag einen Job gaben.

Die beiden sind ein tolles Paar und ich wünsche mir, dass sie eines Tages genug Geld haben, um in ihre Heimat zurück zu kehren und ihr Kind zu Schule gehen kann.

Kinder haben es sehr schwer in Kambodscha und die meisten arbeiten auf der Straße.
Verkaufen Postkarten, Armbänder, Bücher oder sich selbst.

Als ich die Grenze nach Thailand passierte, sah ich Plakate an Wänden:
"Respect our Children!
We are Children - no sex attractions!"

Mir fehlten die Worte...

Ich für meinen Teil habe das Land schätzen und lieben gelernt.

Bin dankbar die unterschiedlichsten Facetten in diesem Land gesehen zu haben und die Liebe und Herzlichkeit der Menschen zu spüren.

Es ist erstaunlich wie weit sich das Land entwickelt hat, wo der Krieg doch erst 12 Jahre vorbei ist.

Es ist der Anfang einer neuen und hoffentlich friedlichen Zeit.
Eine neue Generation wächst heran, die hoffentlich weniger Leid zu spüren bekommt und die Hoffnung auf ein besseres Leben in sich trägt.

Es ist eines der schönsten Länder Südostasiens und verbirgt prachtvolle Schätze, die auch ihr erkunden solltet.








11/29/2011

Luke Skywalker and the story about H.P. Baxxter

Ich möcht Euch heut ein wenig deutsche Kultur aufs Auge drücken...

Zwei Wochen Vietnam liegen nun hinter mir...

Meine Reise in das unbekannte Land begann auf dem Flughafen in Vientiane, wo ich meinen Lonely Planet wälzte, während ich aufs Boarding wartete...
Eine Stimme neben mir erklang, die mich fragte wie mir das Tubing in Vang Vieng bekommen sei, nachdem ein kritischer Blick auf die Trophäen um mein Handgelenk fiel.
Luke und ich unterhielten uns ausgiebig über die Erlebnisse und Eindrücke in Laos und beschlossen Hanoi zu zweit unsicher zu machen.

Aus einem gemeinsamen Tag in Hanoi wurden 15 Tage gemeinsames Reisen...

Wir reisten von Hanoi, über Halong Bay nach Hué, weiter nach Hoi An, über Nha Trang und Mui Ne nach Saigon.
In einigen Städten verweilten wir ein paar Tage, andere besichtigten wir nur für ein paar Stunden und setzten die Reise mit dem Nachtbus fort...

Wir genossen Straßenbars - bei den Streetview eine neue Bedeutung bekam!
Aßen Froschschenkel und Taube...
( 1. yummy, 2. bäh!)
Übten uns in der Straßenüberquerung ohne Schweißausbrüche.
- Diese zogen relativ schnell von dannen, nachdem wir begriffen, dass man gaaaanz langsam die Straße überqueren muss, sodass Busse, Scooter und Co Slalom um einen herumfahren können und einen nicht übersehen... -

Probierten im sogenannten
"hard Sleep Bus" ein Nickerchen abzuhalten, fuhren mit " Easy Riders" auf gefälschten Harley Davidson mit, genossen die unglaubliche Vielfalt der asiatischen Küche und sogenannte f****n strong buckets in Saigon's Bars.

Ein großen Unterhaltungswert hatte das Erraten von Touristen und für das geschulte Neuseeländer Auge waren deutsche Touristen ein gefundenes Fressen...
Für mich war es gleichzusetzen mit dem Fremdschämen bei "Schwiegertochter gesucht" oder "Bauer sucht Frau"...

Luke war schockiert als ich ihm meine Nationalität offenbarte...

Ich trug überraschenderweise keine Socken in Sandalen, hatte keine Assimütze mit dem Schriftzug
"Hallo ich bin Tourist" auf dem Kopf und keine Nordic Walking Stöcke in der Hand....

Was stimmte mit mir nicht?!

Er dachte ich wäre Französin und die meisten Asiaten denken witzigerweise ich komme aus Australien...

- Soweit ist es schon gekommen, sogar Vietnamesen erkennen die Schande unserer Nation!

Aber das ist noch das kleinere Übel...

Wenn ich jemanden Frage was er über Deutschland weiß sind es folgende drei Schlagwörter:
Hitler - David Hasselhoff - Scooter

Na, seit ihr schon im Boden versunken?!

Auf diese Antwort hin, stießen mir blitzartig Gedanken in den Kopf, die ich in voller Leidenschaft mit Luke diskutierte:

Warum haben wir - nachdem wir den 1. Weltkrieg schon verloren haben - überhaupt noch nen zweiten angefangen?

Wer war zu erst da?!
Scooter oder DER Scooter?
Immerhin klingen beide gleich^^

Ist es das Trauma durch die deutsche Geschichte, das uns eine Affäre mit David beginnen lies und uns nun im Erdboden versinken lässt?!

Luke's Kommentar zum Flirt mit David war nur:
"Come on! Germans love this shit!"

Er bezeichnete mich von nun an liebevoll als " Scooter" und liebte es mir kritische Fragen über den Nationalsozialismus zu stellen oder mir die Karriere von Scooter bei Wikipedia vorzulesen ;)

Buddha sei Dank, dass ich jeden Tag eine Dose Selbstironie in die Luft versprühe, die ich mit Leichtigkeit inhaliere und mich stets zum Ponyhof schweben lässt...

Zugegebenermaßen haben die Diskussionen mein Interesse geweckt...

Was hat Deutschland dazu bewegt Silvester 1989 David Hasselhoff im Glitzerkostüm vorm Brandenburgertor "Looking for Freedom" zu trällern?!

Unsere Geschichte ist von Schandflecken geprägt...

Sehnten wir uns nach zwei verlorenen Weltkriegen und der Teilung Deutschlands im Kalten Krieg nach Liebe und Harmonie?

Suchten wir nach Halt und Geborgenheit, sodass wir uns aus purer Verzweiflung zu schnell zufrieden gaben?

Deutschland geriet zum Teenager und wir begonnen naiverweise eine Affäre mit dem erstbesten...

Hatten wir unsere Selbstachtung verloren, als wir in den 80igern mit Knight Rider, gefolgt von Mitch Buchannon in den 90 igern, unsere Hüften zu "Looking for freedom" zum Mauerfall kreisen ließen... ?!
Wir waren "Crazy in love"!

Die Welt glaubt wir sind es immer noch und zugegebenermaßen lieben wir die rotze irgendwie schon ;)

David betrinkt sich nun lieber...
Bestimmt versucht er dass Erlebte zu verdrängen...

Für mich verständlich, nachdem ich mir bei Youtube David mit "Stille Nacht, heilige Nacht" reingezogen habe...
Du ahnst es nicht!

Wikipedia sagt:
"the hoff" had a short-lived success as a singer in german speaking Europe."

Dirk Nowitzki sagt:
"It helps me to relax at the free throw line! You just try to relax - there are a lot of things going through your mind. I try to sing sometimes to kind to take the pressure off!" -smiling and laughing loud, he said the song was "looking for freedom" - a big hit when he was a kid!"

Danke Dirk, dass du die Gerüchteküche brodeln lässt!

Aber wir lernen nicht aus unsere leichtsinnigen Liebelei...

Ja, es kann noch peinlicher für uns werden, in dem wir Scooter 1993 Deutschland in eine Diskokugel voller Tiefsinnigkeit und Poetry verzaubern ließen...

Das Trio aus Genies schafft es stets ihre Songs in ein abstraktes Licht zu rücken und die hohe Kunst ihrer Songs in wilden Bässen zu verschleiern...

Habt ihr Euch mal mit den Lyrics beschäftigt?!

Ihr solltet es definitiv nicht missen, denn atemberaubende Erkenntnisse werden im Laserlicht sichtbar:

"It's not a bird, it's not a plane - it must be david who's on the train"

"Respect to the man in the ice cream van!"

"All right everybody, tie your shoes!"

- And my favorites!!! Obacht! -

"Got the power - take a shower!"

"Let us dance or fuck or both, for tomorrow we will be dead!"

"I want you back, so clean up the dish. By the way how much is the fish?!"

Nach Scooter folgte die Finanz - und Wirtschaftskrise.

Seit 2009 sind wir mit Merkel und Westerwelle bestraft, die schwarz gelben Unfug stiften...

Tokio Hotel verstrahlt das Ansehen der Deutschen weiterhin seit 2001 und zu guter letzt verrechnet man sich in der Eurokrise...

Der Wechselkurs bringt mich noch zum heulen...

Interessanterweise wird dieser Gedankengang durch Dupstep Beats "wheres my money?!" - Caspa Remix grad nochmal betont ;)

Ich reise durch den Monsum und frage mich ernsthaft:

Are we still looking for freedom?!