"Sie hatte herausgefunden, daß es zwei Dinge gibt, die einen Menschen
daran hindern, seine Träume zu verwirklichen: der Glaube, sie seien
ohnehin unerfüllbar, oder wenn diese durch eine unerwartete Drehung des
Schicksalsrades plötzlich doch erfüllbar werden. In solchen Augenblicken
bekommt man Angst vor einem Weg, von dem man nicht weiß, wohin er
führt, vor einem Leben voller unbekannter Herausforderungen, davor, daß
vertraute Dinge für immer verschwinden könnten..."
In den vergangen Wochen sprudelte es nur so in meinen Kopf voller Gedanken. Ich hatte die fasziniertesten Vorstellungen, die auf Zwaenge und Realitaet aufbrallten, welche mich aber nicht davon abhielten wieder in die Fantasie zu entfliehen.
Zwei Wochen bevor mein Flug nach Buenos Aires endlich abheben sollte, passierte es.
Jeden Tag ging ich zur Arbeit, jeden Tag nahm ich mir vor zu kuendigen und jeden Tag kam ich nach Hause und hatte meinen Job immernoch.
Jeden Tag sagte ich von neuem: "Morgen sei es soweit!"
Immerwieder durchstoeberte ich jedoch in meiner Kaffeepause verschiedenste Gedankengaenge, die ich ausnahmsweise wohl geordnet im meinen Kopf wieder fand.
Fuer einen Augenblick erschien alles so klar, logisch und unanfechtbar.
Mir wurde bewusst, dass mir der Mut fehlte auf mein Herz zu hoeren.
Mein Handeln war wie gelehmt von den verwirrenden Gedanken und Gefuehlen, die mich jeden Tag wie ein Schatten verfolgten und stichelten.
Ich kuendigte an diesem Tag nicht. Stattdessen stornierte ich meine Fluege nach Suedamerika und verschob diese Reiseroute in greifbare Ferne. Es fuehlte sich gut an.
Ich kalkulierte wie verrueckt im Zahlenhemd Budgets fuer ein weiteres Jahr Abenteuer.
Ich bin zu einem Junkie auf Skyscanner.com geworden.
Mein imaginaerer prallgefuellter Wunschkleiderschrank voller Schuhe und Kleider, der mein Herz hoeher schlagen liess, tauschte ich in meinen errungenen Schatz voller Flugtickets ein.
In den letzten Tagen buchte ich fuenf Flugtickets.
Ich bakam Adrenalinstoesse beim Geburtstagsspecial von Jetstar und tanzte nackig um den Computer bei meiner liebelings Menueauswahl auf Skyscanner: "Datum: ganzes Jahr; Zielort: beliebig".
Warum gehen Leute eigentlich ins Casino, wenn man die Moeglichkeit hat Glueckrad mit der Suchmaschine fuer Reiseziele zu Schnaeppchenpreisen zu spielen?
Ich glaube fuer mich sind die vielen neuen Moeglichkeiten ein echter Lotteriegewinn.
Somit gehts fuer mich im August erstmal sechs Wochen nach Inonesien.
Das 5 - Gaengemenue besteht aus Bali, Lombok, Gilli Islands und Flores.
Als besonderes Dessert gehts noch einmal zurueck nach Thailand, wo ich Ende September dann in den Flieger nach Berlin steige.
Ich komme im Oktober nach Hause. Und ich freue mich wahnsinnig auf Euch!
Vier Wochen werde ich dann mal wieder, dank Euch, richtige Herzenswaerme schnuppern.
Ende Oktober laeute ich dann die naechste Runde fuer mein Abenteuer ein.
Ich werde nach Bejiing fliegen und ein bis zwei Wochen in China verweilen, bevor es dann zurueck nach Melbourne geht.
Wahrscheinlich werde ich dann erstmal wieder am Imbusschluessel drehen, der fuer mich neue Tueren und Moeglichkeiten bereit haelt.
Vielleicht stuelpe ich mir aber auch noch einmal das richtige Backpackerkostuem ueber und reise durchs Land.
Mitte Februar 2013 werd ich mich dann wieder als richtiger Backpacker wiederfinden und Australien verlassen.
Wohin die Reise geht? Das bleibt erstmal noch ein Fragezeichen.
Ich bin mir sicher mein Schicksalsrad wird sich drehen und haelt Traeume fuer mich bereit.
"Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Tram,
mein Zuhause, mein Block, meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine
Welt reicht vom ersten bis zum 16. Stock"
- Freunde da draußen, fuehlt Euch geherzt! -
Ich versuche Euch ma wieder mit geistreichen Gedankengaengen zu belaestigen.
Also Obacht und aufgepasst!
Ich hab da ma nen Reim gemacht!
Ich bin ma wieder Tram gefahrn, immer der gleiche kram - staendig voll. Toll!
Vollgepackt mit allen Nationalitaeten aus fremden Staedten.
Aus der ganzen Welt, weil Melbourne gefaellt.
Doch Australien ist teuer, erschreckt ein als Ungeheuer
Geld verdien is angesacht. Die Metro ist vollbepackt.
Alle sind sie da, wolln ran an den Speck. Die Stadt hats Interesse geweckt!
Und ich bin Mitten im Getuemmel, jeden Tach der gleiche Schlach.
Ins Gesicht! Erst der Kaffee, dann die Schicht!
Doch im ganzen Groesenwahn, sind all die anderen mit in der Bahn.
Es
wird gequatscht in tausend Sprachen, das Gehoer mit schmerzhaften
Tophits aus der Charthit 500 beschallt, Asiaten schmatzen mit Gewalt ihr
Kaugummi in dein Gesicht, du ahnst es nicht!
Omi brauch nen Sitzplatz, der Dicke, hinten in der Reihe, schwitzt Axel ins Gesicht fast!
Komische Gestalten drohen mit Gewaltaktivitaet - die keiner versteht, nicht ernst zu nehm den Kinderkram, versuchs doch in ner andern Tram!
Der Typ gegenueber grinst mir ins Gesicht - ich denk nur Arschgesicht!
Was willste denn?! Hast nen froehlich Tach?!
Schoen fuer dich! - Ich verstehst nur nicht!
Es ist 7 uhr! Ich brauch Ruhe!
Der
Kaffee wirkt noch nicht! Also geh mir aus der Bahn, ich will nur fahrn,
weiter kommen, ankommen, nicht zu spaet kommen, puektlich sein - und
einfach erstma auf arbeit sein.
Dann weiter sehn. Irgendwie wirds schon gehn. Meine Laune wird bersser von Tasse zu Tasse,
Ich fuehl mich zu Feierabend klasse und dann kanns los gehn mit der Froehlichkeit, die dir ins Gesicht knallt.
Dann guckste erstma bloed, wa?!
Wat will die denn jetzt?! Spielt hier den Grinsepeter!
Wat willst du denn jetzte?! Du Verraeter!
Schau dich doch einfach ma um? Wat sitzt denn hier rum?!
Da
ham wir nen Maedel - nichts im Schaedel, uebelst
Geschminkt, ihre liebelings Farbe ist pink - kein Geschmack! Sie sieht
aus wie ein Frack!
Vielleicht trifft sie die interlektuelle Erscheinung im Anorak.
Er wirkt nachdenklich angestrengt, abgelenkt und doch interessiert in die Menschheit, die sich ihm leider abneigt!
Ihr sollet Kathrine kennenlernen, sie will sich sehr gern vermehren.!
Schmettert sie Dir nur so den Hack Pie ins Gesicht! Du ertraegst es nicht!
Es sei denn du bist auf Drogen, dann fuehlst dich wohl gut aufgehoben.
Wie
Johannes voller Pilln, sucht er seine Pupillen, lässt seine
Gesichtsmuskulatur tanzen, trägt stolz seinen Backpacker Ranzen und jagt
die Bahnschienen, die vorbeirauschen in Hoffnung diese zu belauschen.
Volltrunkene Vaeter spielen Hackepeter mit ihrem Kind.
Mutti gefaellts, schoen assozial dabei zu sein!
Sie meinen, sie sein als Eltern fein!
Das Abteil ist voller Aktivitaet, die keiner ertraegt.
Wann kommt nur meine Station?! Wo bleibt mein Arbeitslohn?!
Ich will nur raus aus dieser Bahn - voller Wahn!
Jeden Tach ist das gleiche angesacht.
Da
musste erstma klar kommen, loskommen, entkommen, du wirkst ganz
benommen, siehst verschwommen und wirkst dehydriert, manchmal fasziniert
und dann doch leztenendes frustriert.
Eingetaucht ins Apartementleben, schnuppert Sie die Luft der Grossstadt, streunert durch die Gassen, laesst sich von der Tram kutschieren und schuppst die Palletten in der Selbstbedienungshalle froehlich umher, wenn Sie nicht gerade zur Happy Hour von Pub zu Pub huepft, beim Pferderennen Ihren Gewinn gleich mal wieder verliert oder im Stadion die wildgewordenen Footballer bezirst....
So oder so aehnlich bin ich angekommen in meinem neuen zu Hause und geniesse mein Leben am anderem Ende der Welt...
In einer Stadt, die niemals schlaeft, die mich jeden Tag von neuen entzueckt und mich mit ihren unterschiedliche Facetten ueberrascht.
Vielleicht hat sich der ein oder andere von Euch etwas gewundert, dass ich immernoch in Melbourne bin und nicht schon laengst im Flieger nach Buenos Aires sitze.
Dieser waere eigentlich am 04.04.2012 abgehoben und haette mich ins naechste Abenteuer gefeuert.
Mein Plaene haben sich mal wieder ueberschlagen und nach vielen Purzelbaeumen und akuter Entscheidungskrisen, hab ich all meine Fluege und Ideen auf Anfang Mai verschoben.
Der Grund dafuer lag hauptsaechlich in der Finanzkrise, die mich nun doch nach langer Jagd und guter Tarnung in Asien, erwischte. Mir heatte es eigentlich gerreicht das Schauspiel in Europa aus der Ferne zu verfolgen. Doch nun fuehle ich mich wie Griechenland und das Arbeitsleben hat mich zurueck erobert.
Meine Gluecksstraene liess mich allerdings nicht lange lockig, flockig in der Luft haengen, sondern ereilte mich relativ schnell mit einem Jobinterview fuer den schwedischen Riesen.
Bei purer Ahnungslosigkeit ueberzeugte Sie mit voller Tatendrang und ergatterte ihr privates Fitnessstudio in der Selbstbedienungshalle.
Dort angekommen, zieh ich schoen die Pappe aud den Regalen, tape die Pakete, die von meinen lieblings Kunden ma wieder schoen zerrupft worden, da man ja nie sicher sein kann ob es wirklich die Farbe ist, die tausendfach kommuniziert wurde.
Aber wer liest heut zu Tage schon gern, achtet auf Kommunikationen oder fragt doch einfach mal das freundliche, hilfsbereite Germangirl am Informationsstand oder sucht sie in einen der Hochregalen, wenn sie mal wieder mit der Palette oder die Palette mit ihr kaempft.
Nach zwei Wochen Pakete schleudern und Hubwagen schwingen, fuehle ich mich wie Arnold.
Ich sehne mich nach "More Energie" und es geht immer mal wieder "up" and "down"....
Ich lasse meine Huepften um den Imbus kreisen, spiele "LKW ziehen auf DFS", wenn ich als Nachtschwester die Paletten nach Ladenschluss aufeinander wuerfel und kaempfe mit den Akkubohrer, wenn ich nicht grad mit den Hammer Kunden jage.
Ja, es ist ein wenig wie zu Hause.
Ein ganz normaler Tag bei Ikea ist auch hier gepraegt von intelligenten Kundenfragen.
" Nein, ich habe keine Ahnung, ob es in dein blaues Auto passt.
Probier doch mal das gruene von Mutti!"
"Ja, ich arbeite hier und nein ich wurde nicht geknebelt und in meine farbenfrohe Streifentracht gezwungen."
"Nein, Du musst nicht bis ganz nach oben ins Regal klettern, um deinen Pax Kleiderschrank auf deinen Ruecken zu schnallen und wie Peter Pan zur Kassenlinie fliegen..."
Naja, ohne sie waere der Tag ja auch manchmal nicht so erfrischend komisch.
Neben meiner neuen Vollzeitkarriere als Palettenkoenigin, erfreue ich mich an meinen WG Leben mit Tyson.
Wenn wir beide frei haben, versuchen wir uns mit absoluten Nichtstun auf der Couch.
Verabreden uns nach Feierabend zum Dinner oder Pub Crawl mit Freunden.
Bei vollgeladener Energie geht es ab und an zum Pferderennen, um sein Pferd Naringaling von der Buehne aus siegen zu sehen oder einfach nur sinnlos Geld beim Wetten zu verlieren.
Beim Football ertappen wir uns im wilden herumgegroehle, besuchen Mutti und Vatti zum Dinner, schmusen mit Chin Chin oder tanzen uns bei lauter Musik im Wohnzimmer alles aus der Seele.
Manchmal sind wir fast ein Ehepaar (ich die Putze, er der Koch)^^, manchmal kleine Geschwister, die sich staendig kappeln und manchmal einfach nur stink normale Mitbewohner.
Ich bin ihm sehr dankbar, dass ich seine Couch fuer fast zwei Monate "surfen" darf und nicht in ueberteuerten Hostels im 6 Bett Zimmer mit gruseliger Einrichtung und sprechenden Matratzen naechtigen zu muessen.
Melbourne ist kunterbunt, laut, verrueckt und gegensaetzlich.
Ich mag das Leben hier und es tut gut mal wieder an einem Ort laenger zu verweilen.
Nun steht Ostern vor der Tuer, ich arbeite natuerlich, wie es sich fuer einen ordentlichen IKEANER an Peaktagen gehoert.
Hoffe hier tobt der Baer und ich kann ein paar Kunden mit meinem Tape knebeln, bevor sie die Regale einrennen und mit Paketen um sich schmeissen.
Aber nun erstmal noch ein paar Momentaufnahmen fuer Euch!
Melbourne
yummy!
Auf und ab gehts zur Great Ocean Road
Kochen am Meer, schoen ist dit!
Mein treuer Reisekompane
wusste nicht ganz so recht, ob die ein oder andere Spinne mich anspringt...
12 Aposteln
da warn sie wieder vereint!
und verrueckt!
shopping
und dafuer gibt man dann sein Geld aus ;)
Frau Ulke mal wieder....
Tyson hat auch nen Geschenk gekriegt...
Naringaling
mal gewinnt man mal verliert man, aber ohne wetten waer es ja nur halb so spassig...
Naringaling aussser rand und band
am wetten...
Mein lieber Mitbewohner und bester Gastgeber...
ja da warn wir schon entzueckt von der Stadt ;)
Melbourne bei Nacht
Posing
Carlton vs. Richmond
Chin Chin
Ich lass bald wieder von mir hoeren....
Habt schoene Ostertage und lasst es Euch gut gehen.
wuensche ich Euch von der anderen Seite der Welt...
Ich muss gestehen ich war etwas nachlaessig mit dem Bloggen in den letzten Wochen und habe einfach viel zu viel unfassbar tolle Dinge erlebt, um sie alle niederzuschreiben.
Von Koh Lanta ging es erstmal Ende Januar weiter nach Kuala Lumpur, wo ich nach drei Tagen mich auf ins unfassbar schoene Indonesien machte.
Java war nochmal ein besonderes Erlebnis fuer das Ende meiner Suedost Asien Reise.
Ich war oft die einzige Weisse in diesem Land.
Ich bin mir sicher, dass ich diesen Kulturschock am Anfang meiner Reise nicht so leichtfuessig hingenommen haette und mich einfach hinein ins Abenteuer gestuerzt haette.
Es gab nur oeffentliche Verkehrsmittel, sodass ich oft zwischen Zigarettenqualm, Huehnern, Bettlern, Musikern und Verkauefern, mich in den Bus quetschte.
Die Locals waren fasziniert von meiner weissen Haut und fragten oft nach Fotos oder plauschten mit mir ueber das Leben in der westlichen Welt.
Ich hatte sehr bewegende Erfahrungen und tiefsinnige Gespraeche mit den Einheimischen ueber ihre Kultur, ueber das Leben und der Definition von Glueck.
Sie nahmen mich in Ihrem Land so warmherzig auf und baten mir stets ihre Hilfe an, so dass ich mich schnell sehr wohl fuehlte.
Am lezten Tag in Java nahm ich die Faehre nach Denpasar.
In meinen Kopf kerten all die wunderbaren Erinnerungen zurueck, die ich die letzten 4 Monate in Asien erleben durfte.
Wehmut lag in der Luft.
Ich realisierte wie dankbar ich bin, all die Erfahrungen sammeln zu duerfen und wie sehr ich mich in der Kultur wiedererkannte und mein Leben dort genoss.
Ich werde mein ganzen Leben davon zehren.
Am 17.2.2012 war es dann soweit ein neues Kapitel meiner Reise oeffnete sich und ich startete mein Australienabenteuer in Perth.
Angekommen am Flughafen entzueckten mich zwei Herzdamen mit Schildern in den Haenden: "Paddellino".
Wenn man so fern von der Heimat ist und auf einmal zwei ganz tolle Menschen vor einen stehen, die man die letzten Monate sehr vermisste, bekommt man das Gefuehl zu Hause zu sein.
Es fuehlte sich so an, als waeren wir alle drei nie weg gewesen und das war mit das schoenste Gefuehl.
Wir pennten die naechsten 4 Tage in verschiedenen Parks im Auto, fruehstueckten und kochten dort und befanden uns eigentlich immer draussen.
Ich schnupperte die Luft vom wilden Backpacker leben. Es fuehlte sich gut an.
Alles wird irgendwie so nebensaechlich. Du bist gluecklich, wenn du einen Park findest, der neben Toiletten, auch Duschen hat. Freust Dich ueber Schnaeppchen im Supermarkt und kannst entspannen, wenn der Ranger dich nicht gleich in der ersten Nacht verwarnt, sodass Du nach einem neuen Schlafplatz suchen musst.
Manchmal kommen Leute vorbei und interessieren sich fuer deine Reise und Leben.
Sie stecken Dir ihre Telefonnummer zu, um Dir eine warme Dusche anzubieten.
Australier sind wahnsinnig freundlich und hilfsbereit.
Ich habe grossen Respekt fuer Maika und Johanna, die nun schon fast 7 Monate dieses Art Leben leben und Ihr Auto ihr zu Hause ist.
Danke meine Lieben fuer ne geile Zeit, die viel zu schnell vorbei ging.
Die letzten vier Wochen vergingen mal wieder wie im Flug und neben Abentueren, faszinierender Landschaft und grossartigen Menschen, konnte ich auch ein wenig Geschichte und Kultur schnuppern.
Ich setzte meine Reise von Perth nach Cairns fort.
Dort traf ich auf meine Todeckbustour Crew und wir starteten unsere Reise entlang der Ostkueste bis Sydney.
Es waren zwei unglaubliche Wochen. Neben unfassbar traumhaft schoenen Straenden, segelte ich auf und davon, tauchte mit Schildkroeten und Haien am Great Barrier Reef, versuchte mich als Cowgirl und erhaschte das grossartige Gefuehl beim Surfen.
Die Rinderfarm war mit der schoenste Ort den ich besuchte.
Es war so wie ich mir das Outback und das Farmleben vorstelle.
Wir lauschten den Gitarrenklaengen bei Lagerfeuer, lernten Schiessen, mit der Peitsche um zu gehen, dass Lasso zu schwingen, cruisten mit dem Quad bike in der wallachei herum und hatten die ein oder andere Rodeo Challenge.
Die Farmer waren nen ganz schoen verruecktes Volk.
Einen Morgen tapste ich verschlafenderweise zum Kaffe, ziemlich gechillt und tiefenentspannt.
Bis auf ein mal neben mir mal kurz der Pfau mit dem Gewehr erschossen wurde, der den Farmern schon laenger auf den Sack ging.
Kurz zerrupft das Ding und ab damit auf den Grill.
Abends gabs manchmal auch Possum oder andere koestlichkeiten die man im Wald fand.
Sie sind hart im neben, wirken alle ein wenig Alkoholkrank, aber liebenswert und der Job auf der Rinderfarm ist definitiv keiner fuer Weicheier.
Nach der Farm ging es weiter zu den Fraser Islands. Wunderschoen, jedoch regnete es den gottverdammten Tag und ich erkundete den Regenwald im Regen - klingt nun eigentlich auch gar nicht so verkehrt, wa.
Oft gings von der Idylle und Natur ab in die Grossstadt und der Regenwald wurde mal kurz in Wolkenkratzer ausgetauscht.
Bevor wir Sydney erreichten, ging es noch zwei Tage ins Surfcamp. Ich habe es geliebt und werde definitiv bald zurueck aufs Board. Es war einer der Gefuehle, die du nie vergisst. Die Sonne ist grad aufgegeangen, du nimmst dein Board und reitest die ersten Wellen. Um dir ist nichts.
Eins mit der Natur.
Ok, da waren noch die andern 20 Leute von meiner Tour und mein Surflehrer, haha.
Aber die hab ich ma kurz ausgeblendet.
Es war ein grossartiger Trip und ich durfte mal wieder wunderbare Menschen kennenlernen und freu mich dass ich mit einem kleinen Teil von ihnen nun zusammen in Melbourne bin.
Melbourne ist eine traumhafte Stadt mit Charisma. Es gefaellt und das Leben fetzt!
Ich wohne bei Tyson, den ich in Thailand kennenlernen durfte und teile mir das Wohnzimmer mit Chin Chin, seiner Katze.
Ich geniess das Leben hier und bin gluecklich mal wieder Apartmentluft zu schnuppern.
Naechste Woche hat mich die Arbeitswelt wieder und ich arbeite mal wieder ein wenig im Gelb Blauen Bunker. Neben diesen Job, konnte ich noch ne Art Callcenter Job ernten.
Das schoene ist, ich arbeite von zu Hause und kann mir die Zeit einteilen. Ein Traum.
Busy ist sie...
Nach Melbourne geht es weiter nach Suedamerika und ich freu mich schon jetzt auf meinen naechsten Kulturschock.
Was das angeht ist Australien angenehm vertraut. Gut die paar giftigen Tierchen sind vielleicht etwas aussergewoehnlich, aber man vergisst ganz schnell, dass es um einen herum nur so kriecht und schleicht.
Tyson sagte er habe eine Red Back auf seinem Balkon, gut dass ich die Balkontuer immer auf habe ^^
Australien ist ein Traum und ich freue mich noch einige Wochen hier zu verweilen.
Ganz feste, warme Umarmung und ein wenig Countrymusic fuer Euch auf die Ohren!
herzlich Willkommen zur einer neuen Ausgabe von:
"Wer bin ich und wo will ich eigentlich nochmal hin?!"
Nachdem ich es die Tage zuvor endlich mal geschafft habe, meinen verwirrten, geistreichen Beitrag zum Dezember auf meinen Blog zu hinterlassen, wollt ich Euch nicht all zu lang auf die Haengematte spannen und den Januar schon mal auf sich wirken lassen....
Ich habe meine paradisische Faulheit auf Koh Phangnan gelassen und versuchte in die Fortbewegung zurueck zu finden.
Hat garnicht sooo schlecht funktioniert, auch wenn ich mit einigen Startschwierigkeiten zu kaempfen hatte.
Ich machte mich am 2. Januar auf nach Krabi an die Westkueste.
Zuerst musste ich allerdings mir noch "legale Tage" bei der Botschaft erkaufen, da mein Visa nach dieser Versackerei dann doch erschoepft war...
Natuerlich ist es immer gut sich vorher ueber Oeffnungszeiten und Kosten zu informieren. Allerdings heisst das nicht immer gleich, dass diese Zeiten stimmen, immerhin haben wirs hier mit asiatischer Zeit ohne Gefuehl zu tun...
Zu meiner Ueberraschung hatte somit das Immigration Office auf Koh Samui geschlossen, was fuer mich etwas aergerlich war, da ich mich somit illegal im Land aufhielt.
Nur zu gut, dass ich nicht in Deutschland war, sondern in Thailand, wo man auch das ganz entspannt sieht.
Die Thais sagten nur ich solle mir keine Sorgen machen, es waere doch nicht meine Schuld.
Klang jetzt nun auch garnicht so verkehrt fuer meine Ohren, sodass ich entschied weiter nach Krabi zu fahren und die naechsten Tage nochmal mein Glueck zu probieren...
Nachdem ich mich somit den ganzen Vormittag auf Koh Samui mit Warten vergnuegte, um die naechste Faehre zu nehmen, prasselte der Regen wie eine Eiskalten Dusche vom Himmel.
Normalerweise hoert dieses Spektakel nach einer Stunde auf und die Sonne entzueckt einen wieder mit ihrem bezaubernden Laecheln, doch irgendwie wollte der Tag mich nicht so ganz verzaubern...
Die Fahrt nach Krabi dauerte somit anstatt 6 Stunden 12 Stunden und die Strassen waren zum Teil voellig ueberflutet.
Zunaechst war auch nicht ganz klar, ob Krabi selbst ueberflutet ist und somit stuerzte ich mich in ein neues Abenteuer als ungewollter Baywatchstar.
Wir erreichten um 22 Uhr dann die Bucht Ao Nang und stellten gluecklicherweise fest, dass es trocken war und eine sternklare Nacht vor uns lag.
Somit schmiss ich meine Rettungsboje mit meinen entzueckenden Bikini auf mein Bett und kehrte in die alte Fassade zureuck.
Durch meine neuen Busbekannschaften habe ich die naechsten Tage mit Toni, Partrick, Marco und Joerg verbracht.
Wir siedelten am naechsten Tag zur Tonsai Bucht um und ich fand mich in einem kleinen Bamboobungalow im Dschungel wieder, wo Affen Kokusnuesse auf dein Dach schmeissen und gegen deine Tueren trommeln.
Ich hatte meine Freude daran und die Tage vergingen schnell mit Ueberfahrten zu den Inseln.
Abends kehrten wir meistens in die "Sabai Sabai" Bar ein und hinterlassten am ersten Abend stolze 100 Euro, sodass wir ihre "besten" Freunde in den naechsten Tagen waren.
Wie wir das mit den 100 Euro geschafft haben, ist mir immernioch ein Raetsel.
Aber immerhin gabs Gratisstunden im Feuerspiel.
Es sah allerdings einfacher aus, als es tatsaechlich ist, wenn man die Barkeeper feurkreisend und zugedroehnt auf Seilen balancieren sah.
Nachdem ich ohne Probleme mir neue Tage fuer Thailand erkaufte, entschied ich die naechsten Tage mit Toni gemeinsam weiterzuziehen, da sie sich noch ein paar Tage Inselfeeling geben wollte, bevor sie versucht in Nepal einen Job zu finden...
Relativ planlos war der eigentliche Plan nach Koh Lipe zu duesen, wir sind dann aber erstmal nur bis Koh Lanta gekommen und haben dort spontan zwei Tage die Seele baumeln lassen.
Dann erkauften wir uns teure Tickets fuers Speedboat nach Koh Lipe und mussten mit erschrecken feststellen, dass wir grad auf der teuersten Insel gelandet sind und auch noch fast alle Unterkuenfte ausgebucht waren.
Normalerweise kommst Du hier irgendwo an, fragst ein paar Leute wo man gut pennen kann und nach fuenf Minuten hast du Zimmerschluessel in der Hand.
Es sei denn man befindet sich in der Hauptsaison auf einer Insel, die Dank Zeitschriften und Pauschalurlaubsangebote sich zu einem Touristenspot und Honeymoonplace verwandelt hat.
Wir fanden jedoch noch unser Eigenheim und die ein oder andere Bar zum entspannen, sodass wir die Touristenwelt ausblendeten und die wunderschoenen Straende genossen.
Am zweiten Tag im "Koh Lipe Dschungel" wurde allerhand organisatorisches erledigt und ich fuehlte mich gut mit Tickets in der Hand fuer Malaysia.
In der "Cast away" Bar, wo man sich auch so fuehlt, musste ich dann mit erschrecken feststellen, dass nicht nur ich, sondern auch mein Handy verschollen ist und irgendso ein Oberspacken mein einziges Luxusgut geklaut hat.
Somit verbrachte ich den Rest des Tages mit Suchen.
Ich versuchte mich als Sherlock Holmes und war erfreut ueber die Hilfe der Thais.
Der eine rannte die Strasse fuer mich ab, eine andere rief ihren Ehemann an, um ihn zu bitten fuer mich rumzufragen und ich war mitten drin in diesem Getuemmel.
Letztenendes suchte ich dann doch die Polizeistation auf.
Ich muss sagen, ich habe eine solch schoene Polizeistelle noch nie gesehn.
Man befindet sich im Paradis, ein kleines Schild an einem Bamboobungalow laesst auf die Polizei hinweisen und ein aelterer Thai im Fussballtrikot seines Lieblingsvereins ist grad am fegen, wenn er denn nicht ab und zu als zweisterne Offizier agieren muss.
Ich war dankbar auf Klift und seinen Freund zu treffen, die schon ein paar Bier gekillt hatten und promt fragten, ob ich nicht erstmal ein Bier wolle.
Ich gesellte mich mit Toni zu den beiden und nach dem ein oderen anderen Plausch ueber Job, Leben und Plaene, erzaehlte ich meine Diebstahlstory.
Diese besteht ueberigens darin, dass ich keine Ahnung habe wann und wo genau das ganze eigentlich passiert ist...
...haette der Affenarsch nicht das Handy ausgeschaltet, welches voll geladen war, waere ich wahrscheinlich eher davon ausgegangen, ich haette es in meiner Schusseligkeit verloren....
Es war eine sehr angenehme Art ein Polizeiprotokoll aufzunehmen, waehrend der Polizist erstmal noch zu Ende fegt und ich bei Kippe und Bier erstmal den Jungs davon berichtete, damit sie wiederum alles auf Thai uebersetzen koennen.
Am Ende bekam ich das Orignal, welches in Thai geschrieben ist. Immerhin sind die Woerte I Phone 4 black auf englisch, sodass man erahnen kann worum es geht.
Meine Versicherung hat sich allerdings bis jetzt noch nicht zu Wort gemeldet... Ich bin gespannt.
Klift und sein Kollege luden uns zum Abendessen ein und wir liessen den Abend mit ein wenig Barhopping ausklingen.
Am naechsten Tag machte ich mich auf Malaysia zu entdecken und wartete auf die Nachmittagsfaehre nach Langkawi.
Meine ausgezeichneten Wartekuenste, die ich durch die Asia Time errungen habe, liess ich bei nen Ice Coffee am Strand auf mich wirken.
Und so schluerfte ich so vor mir hin und plauschte mit Alex aus Berlin.
Das schoene an dieser Reise ist, dass sich Dinge irgendwie immer alle von selbst loesen.
Somit schenkte mir Alex sein altes Handy, welches er wohl eh nicht mehr braeuchte und lud mich noch auf ein "Wir werden uns spaetestens in Berlin wiedersehen" Bier ein.
Somit gestaerkt und neu mit Hightech ausgeruestet startete ich meine Reise nach Langkawi.
Langkawi war fuer mich grauenvoll mit Touristen bestueckt, dafuer befand sich allerdings immerhin ne supercoole Reggaebar am Strand, sodass ich immerhin einen kleinen Ort zum Wohlfuehlen fand.
Ich hing zweit Tage mit Zara und Nadia in Langkawi ab und beschloss dann zurueck nach Lipe zu fahren, um mich mit Antti wiederzutreffen.
Mein erster Eindruck von Malaysia war gepraegt von gemischten Gefuehlen, die jedoch mein Interesse geweckt haben und ich mich schon jetzt freue in dem Land umherzureisen.
Zurueck in Thailand und somit bestueckt mit weiteren 15 Tagen "for free", traf ich mich mit Antti, der noch Hodge im Schlepptau hatte.
Antti hats nur einen Monat in Finnland ausgehalten und dann beschlossen wieder nach Asien zu gehen und weiter zu reisen.
Hodge war grad drei Monate in Indien und spannt nun noch ein paar Wochen in Thailand aus, bevor es zurueck nach New York geht, um die Welt wieder als Filmemacher zu bereichern.
So bildete sich nun unsere Reisecrew aus Finnland, USA und Germany, die ralativ schnell beschloss Koh Lipe ruckizucki zu verlassen und lieber noch mal Koh Lanta unter die Lupe zu nehmen.
Hier angekommen bin ich entzueckt von den Bars, Bungalows, Locals, Straenden und dem Essen.
Ich glaube die Insel ist mein geheimer Favorite was die Westkueste angeht.
Jedenfalls ein "Kopf an Kopf Rennen" mit der Tonsai Bucht in Krabi....
Wir versackten am ersten Abend in der Choclate Bar in Haengematten und ich animierte am Ende die Barkeeper in unserer Bar vom Bungalow mit mir fleissig mitzutrinken.
Das spektakel wurde von Wolfgang aus "good old Germany" bestaunt, der mich sehr stark an Hans erinnert... ;)
Wolfgang ist seit ueber 20 Jahren jedes Jahr auf dieser Insel und praesentiert seine Hippiewelt in all seinen Lebensarten, es ist herrlich.
Gestern wurde mit einen uebeln "Changover" versucht nicht direkt am Strand zu sterben und so half mir dann doch das Thaisueppchen am Abend neue Lebenskraft zu verspruehen und sich vom Spektakel der Darkmoonparty berieseln zu lassen....
Den heutigen Tag wollte ich eigentlich damit verbringen geistreiche Plaene fuer meine Reiserei zu schmieden.
Die Frage die ich mir stelle ist in der Tat knifflig:
"Wer bin ich und wo will ich eiugentlich nochmal hin?"
- Irgendwie lande ich immer in Thailand.... Aber es ist auch meien grosse Liebe!
Da ich nun den Tag mit Blogschreiben, anstatt Fluege oder Bustickets buchen verbracht habe, werde ich mich Morgen weiter mit meiner Fragestellung befassen.
Es sei gewiss, ich lasse Euch an der Antwort teilhaben.
Bis dahin sende ich aber nun erstmal liebe Gruesse aus Koh Lanta!